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Zu warm, zu trocken mit sehr viel Sonne

April 2009 Zu warm, zu trocken mit sehr viel Sonne

„Der April 2009 war deutlich zu warm“, erklärt Harald Frischtatzky von der Wetterwarte Göttingen des Deutschen Wetterdienstes. So lag die mittlere Temperatur in Göttingen bei 11,6 Grad. Damit war der April im Vergleich zum langjährigen Mittel um 4,1 Grad zu warm. Seit Beginn der Göttinger Wetteraufzeichnungen in 1927 war es nach 1993 mit einer Mitteltemperatur von 11,8 Grad der zweitwärmste April. Auch die Osterfeiertage vom 10. bis 13. April gehörten nach den Angaben von Frischtatzky zu den wärmsten seit 1927.

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Sonne satt am Wilhelmsplatz: Im April 2009 scheint die Sonne 220 Stunden.

Quelle: HInzmann

„Anhaltende Wärme mit Höchstwerten von über 20 Grad in der ersten Monatshälfte ließen die Pflanzen beinahe explosionsartig sprießen“, berichtet Frischtatzky weiter. So sei der fast zweiwöchige Vegetationsrückstand im März bis zur Monatsmitte in einen Vorsprung von etwa fünf Tagen umgewandelt worden.

Die höchste Monatstemperatur wurde mit 23 Grad am 7. April gemessen. Der Monatstiefstwert wurde mit minus 2,3 Grad gleich zu Monatsbeginn am 1. April gemessen. Der Tag war gleichzeitig der einzige Frosttag. „Im langjährigen Durchschnitt treten im April vier Frosttage auf“, sagt Frischtatzky.

Auch bei der Zahl der Sonnenscheinstunden war der April rekordverdächtig. Exakt 220 gab es davon im zurückligenden Monat, rund 76 Stunden mehr als sonst üblich. Frischtatzky: „Seit 1974 war nur der April 2007 mit dem Rekord von 274,6 Stunden sonnenscheinreicher.“ So sei auch das Sonnenscheindefizit der beiden vorausgegangen Monate mehr als ausgeglichen worden. Mit 13 Stunden und 15 Minuten war der 21. April der sonnenscheinreichste Tag.

Zu trocken, aber mit Gewitter

Insgesamt war der April auch zu trocken: Mit einer Niederschlagssumme von 34,8 Millimeter blieb der April 14 Millimeter unter dem Sollwert von 48,5 Millimetern. Allein am 17. April fielen mit 17,7 Millimetern 51 Prozent der gesamten Monatssumme. „Nach über 14 Tagen Trockenheit war der anhaltende Landregen sicherlich ein Segen für die Landwirtschaft“, kommentiert Frischtatzky. Mit einem Donnerwetter endete der Monat: Am 30. April zog ein heftiges Gewitter über Göttingen hinweg.

Michael Brakemeier

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