Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Zukunft für besetztes DGB-Haus

Gemeinsam für die OM10 Zukunft für besetztes DGB-Haus

Die Ratsfraktionen der Grünen, der Antifaschistischen Linke und der Piraten setzen sich für die Besetzer des ehemaligen Gewerkschaftshauses in der Oberen-Masch-Straße 10 (OM10) ein. Das seit November entstandene, selbst verwaltete Wohnprojekt soll erhalten bleiben. 

Voriger Artikel
Dritter Platz für Otto-Hahn-Gymnasium
Nächster Artikel
Masleniza-Fest der russischen Gemeinde
Quelle: Heller

Göttingen. Für die nächste Sitzung des Sozialausschusses des Göttinger Rates haben die drei Fraktionen einen gemeinsamen Antrag erarbeitet. Ziel des Antrags sei es, der Bitte an den Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und die DGB-Immobiliengesellschaft VTG Nachdruck zu verleihen, Gespräche mit den Besetzern zu führen. "Hierbei ist eine dauerhafte Nutzung des Objekts im Sinne der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum angestrebt, wobei die Vorschläge und Konzepte der Besetzer Berücksichtigung finden sollen", heißt es in Erklärung von Piraten und Linke zu dem Antrag. Auch solle der Rat der Stadt beide Verhandlungspartner bei der Lösungssuche unterstützen.

Beide Seiten, Besetzer und DGB, sind an einer Lösung interessiert. Als Vermittler ist der Geschäftsführer des Verdi-Bezirkes Region Süd-Ost-Niedersachsen, Sebastian Wertmüller, eingesetzt. Eine Einigung gibt es aber noch nicht. "Keinen neuen Sachstand", kommentierte DGB-Sprecher Jan Piegsa.

„Das OM10 muss als selbst verwaltetes Projekt in Göttingen bestehen bleiben und die Vorarbeiten die, die Aktivisten geleistet haben, müssen anerkannt werden und auch in Zukunft für die Obere-Masch-Straße 10 Bestand haben", fordert Meinhart Ramaswamy (Piraten). Patrick Humke (ALG) erwartet zudem, dass es "keine Kriminalisierung der Flüchtlingsunterstützer" geben wird. Beide hoffen, dass die Gruppe von CDU/FDP und die SPD-Fraktion dem Antrag zustimmen, "um ein starkes Zeichen für eine einvernehmliche Lösung" zwischen DGB und Besetzern zu setzen.

Tagung

Der Ausschuss tagt am Dienstag, 15. März um 16 Uhr in der Bethlehemgemeinde, Londonstraße 11a, auf dem Holtenser Berg.

Die Stadt Göttingen habe mit dem Haushalt 2016 als kurzfristiges Ziel die „Einrichtung eines Treffpunkts für Zufluchtsuchende in der Innenstadt“ beschlossen, heißt es in der Antragsbegründung. Durch eine Kooperation von DGB und Vertreter der OM10 könne dieses im Gebäude in der Obere-Masch-Straße 10 realisiert werden, sagen Ramaswamy, Humke und Rolf Becker (Grüne). Im aktuellen Haushalt sind in einem "Sammeltopf" für die Finanzierung der Integration von Flüchtlingen 250000 Euro bereitgestellt. Nach Auskunft von Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck könnten diese Mittel, wenn der politische Wille da ist, für den geplanten Treffpunkt genutzt werden.

Das Haus OM10 ist nach jahrelangem Leerstand seit November besetzt. Teile sind von den Besetzern inzwischen renoviert und zu Wohnungen für Flüchtlingen und Menschen in Wohnungsnot hergerichtet worden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OM10 in Göttingen

Die Gespräche über die Zukunft des besetzten DGB-Hauses, in dem Flüchtlinge betreut werden, laufen weiter. Eine Einigung steht noch aus. In wöchentlichen Abständen finden derzeit Gespräche zwischen den Besetzern und Gottfried Feichtinger von der Vermögenstreuhandgesellschaft (VTG) statt.

mehr