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Im Schnellbus von Göttingen nach Duderstadt

Wirtschafts- und Verkehrsausschuss Im Schnellbus von Göttingen nach Duderstadt

Die Verwirklichung der Schnellbuslinie Göttingen-Duderstadt rückt näher. Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landkreises sprach sich am Dienstag einstimmig für die Einrichtung der Schnellverbindung aus.

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Quelle: Mischke (Archiv)

Göttingen. Nach der Grundsatzentscheidung des Landes Niedersachsen zur Schaffung von attraktiven Busangeboten in Gegenden ohne entsprechende Bahnverbindungen können nun auch die Kommunen aktiv werden. So auch im Landkreis Göttingen. Der Fördererlass des Landes zur Realisierung landesbedeutsamer Buslinien vom 29. Dezember vergangenen Jahres sieht vor, dass solche Verbindungen zunächst für die Dauer von bis zu fünf Jahren gefördert werden. Für jeden gefahrenen Kilometer gibt das Land einen Zuschuss von 98 Cent.

2,80 pro Kilometer

Doch das reicht bei weitem nicht aus. Die Auwendungen im laufenden Betrieb, hat der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen ( ZVSN) ausgerechnet, werden etwa 2,80 Euro pro Kilometer betragen. Damit sei für den Landkreis Göttingen ein Eigenanteil in Höhe von einer halben Million Euro pro Jahr zu erwarten. Davon seien allerdings die zu erwartenden Fahrpreiseinnahmen durch zusätzlich angelockte Fahrgäste abzuziehen „Wir gehen davon aus“, erklärt der ZVSN, „dass dieser Betrag innerhalb der ersten beiden Jahre bei 100000 Euro pro Jahr liegen und sich in der weiteren Laufzeit erhöhen wird.“

Damit betrüge der jährliche Zuschuss des Landkreises etwa 400.000 Euro. Dazu kämen Marketingmaßnahmen mit Kosten in derzeit noch nicht bezifferbarer Höhe, die ebenfalls anteilig finanziert werden müssten, erklärt ZVSN-Geschäftsführer Michael Frömming.

Anbindung von Otto Bock

Die klimatisierten Busse sollen in Echtzeitsysteme eingebunden werden und über WLAN verfügen. Geplant sind direkte und daher schnelle tägliche Verbindungen im Stundentakt bis in die Tagesrandzeiten von 6 bis 23 Uhr über Waake, Ebergötzen, Seeburg und Seulingen. Bislang ist nur ein Zwischenstopp in Ebergötzen vorgesehen.

„Ziel muss es sein“, meinte Andreas Gemmecke (Linke) für die Kreistagsgruppe von Linke, Piraten und „Die Partei“, „eine möglichst attraktive Alternative zur Fahrt mit dem PKW zu schaffen. Dies geht insbesondere über die Fahrtdauer von maximal 30 bis 35 Minuten.“ Eine Vorrangschaltung für den Bus an den Ampeln der B 27 Knochenmühle, Hoffmannshof und Weende würde dieses Ziel unterstützen. Zudem müsste eine Anbindung zur Duderstädter Firma Otto Bock als einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region geschaffen werden.

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