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Zwangsversteigerung von „Cornpickers Hühnerstall“: Einziges Gebot zu niedrig

Musikgaststätte unterm Hammer Zwangsversteigerung von „Cornpickers Hühnerstall“: Einziges Gebot zu niedrig

Country, Blues, Folk, Rock und Weltmusik – das Musikspektrum, das 14 Jahre lang live im rustikalen Ambiente in Mielenhausen geboten wurde, war vielseitig. Doch seit vergangenem Jahr ist es still in der Traditions-Musikgaststätte in Mielenhausen. Inhaberin Penelope Nayudu musste Insolvenz anmelden. Jetzt sollte „Cornpickers Hühnerstall“ unter den Hammer kommen, doch Rechtspfleger Thorsten Stünkel vom Amtsgericht Hann. Münden hat den Zuschlag versagt. Das abgegebene Gebot für das Gaststättenbebäude war zu niedrig.

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„Cornpickers Hühnerstall“ in Mielenhausen: Beim Zwangsversteigerungstermin gab es zwar ein Gebot aber keinen Zuschlag.

Quelle: Heller

Mielenhausen / Hann. Münden. Beim Zwangsversteigerungstermin für das Teileigentum an der Immobilie am Duurweg vor einigen Tagen sei laut Stünkel am Ende das Gebot der einzigen Bieterin unterhalb der sogenannten Fünf-Zehntel-Grenze (Hälfte des Verkehrswertes) geblieben, der Zuschlag deshalb versagt worden. Der Verkehrswert für Gaststättengebäude war mit 55 900 Euro, die Gaststätteneinrichtung mit 4900 Euro angesetzt. Das Gebäude wurde Ende 1999 komplett saniert, eine Ölheizung 1989 eingebaut, heißt es in der Bekanntmachung der Zwangsversteigerung.

Inzwischen hat Stünkel einen zweiten Zwangsversteigerungstermin für „Cornpickers Hühnerstall“ angesetzt: den 20. Juli. Bis dahin, erklärt er, sei es grundsätzlich möglich, dass der Schuldner das Objekt „freihändig veräußert“ – vorausgesetzt der Gläubiger sei damit einverstanden. Nayudu hofft, dass es gelingt, das gesamte Anwesen samt saniertem Wohnhaus und Scheunengebäude komplett zu verkaufen – einschließlich „Cornpickers Hühnerstall“. Es gebe mehrere potenzielle Interessenten, sagt sie gebenüber dem Tageblatt. Sie würde sich sehr wünschen, dass es im Hühnerstall auch künftig Live-Musik gibt.

Foto: Heller

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Mehrere Gründe hätten am Ende zur Insolvenz geführt, so Nayudu. 14 Jahre lang hätten ihr Partner Dietmar Brand und sie das Projekt der Musikkneipe in Mielenhausen betrieben. Als Brand erkrankte, stieg sie als Eigentümerin und Inhaberin ins Geschäft ein. Die Schulden der Sanierung des Objektes drückten, immer weniger Menschen kamen in die Gaststätte. Und ausschließlich von Musikveranstaltungen und gelegentlichen Familienfeiern hätten die Fixkosten nicht gedeckt werden können, sagt Nayudu.

Sascha Koneczny, Sprecher der Cornpickers-Freunde, bedauert die Schließung. Aus der Idee, „Cornpickers Hühnerstall“ in Regie eines Vereins weiterzuführen, wurde nichts. Ein gemütliches Bierchen bei Live-Musik auf dem Dorf zu trinken, meint er, entspreche nicht mehr dem Zeitgeist.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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