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Zwei Bewerber für ersten Göttinger Biergarten

800 Quadratmeter an der Lokhalle Zwei Bewerber für ersten Göttinger Biergarten

Für einen Biergarten an der Göttinger Lokhalle sind zwei Bewerber in der Auswahl. Das bestätigte Ulrich Meiser von der Einbecker Brauhaus AG. Die Stadt hat dafür bereits einen Platz festgelegt: direkt hinter der Lokhalle am Leinepark.

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Quelle: Meder/tf

Göttingen. Im Vorfeld habe es noch eine dritte Anfrage gegeben, ergänzte Alexander Pohl, Verkaufsleiter für den Bereich Gastronomie bei der Einbecker Brauerei, sie sei aber nicht weiter vertieft worden. „Einer der beiden verbliebenen Bewerber plant saisonal, der andere hat ein ganzjähriges Konzept vorgelegt“, sagte Meiser. Letztgenannter hatte nach Tageblatt-Informationen ursprünglich ein Restaurant direkt an der Leine geplant, das auf Stelzen stehend bis in das Leinebett hineinragen sollte. Von dieser Idee sei er mit Blick auf die Wünsche der Göttinger Politik und strengen Vorgaben zum Hochwasserschutz abgerückt. Er plane jetzt eine Light-Version im Pavillonstil, die sich harmonisch in das ausgewählte parkähnliche Umfeld einfügen solle. Die Brauerei gehe jetzt in die konkrete Planungsphase, so Meiser: „Wir werden dann eine Empfehlung an die Stadt abgegeben“.

Die hat inzwischen westlich der Lokhalle an der Leine eine etwa 800 Quadratmeter große Fläche ausgewählt. Sie sollte für einen gastronomischen Betrieb für 200 bis 300 Gäste ausreichen, erklärte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Weitere Details müssten im Rahmen eines baurechtlichen Antragsverfahrens geklärt werden. Es liege aber noch kein Antrag vor.

In Göttingen gibt es schon lange Überlegungen, einen richtigen Biergarten zu etablieren. Frühere Pläne auf der Schillerwiese und am Cheltenham-Park hatten sich zerschlagen. Schon damals war die Einbecker Brauerei mit im Boot. Im vergangenen Jahr hat die CDU/FDP-Ratsfraktion die Idee reaktiviert. Ihr Standortvorschlag: an der Leine, in unmittelbarer Nähe zur Lokhalle. Die anderen Parteien unterstützten die Idee, plädierten aber zunächst für einen mobilen Biergarten mit reinem Sommerbetrieb. Langfristig will der Rat den gesamten Bereich hinter der Lokhalle gemeinsam mit der städtische Gesellschaft für Wirtschafts- und Stadtentwicklung (GWG) neu gestalten.

Die Einbecker Brauerei habe angeboten, das Zepter für die Vorauswahl beratend in die Hand zu nehmen, sagte GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe. „Wir haben Erfahrungen mit Biergärten und fühlen uns auch als Göttinger Brauerei mit der Stadt verbunden“, bestätigte Meiser und fügte an: „Der Standort an der Leine ist ideal“. Allerdings werde die Einbecker „sicher nicht nur sechs bis acht Tische“ aufstellen. Damit sich ein Biergarten rentiere, müsse er eine Mindestgröße von 300 bis 400 Plätze haben, auf Kies und mit einer guten Bestuhlung“. Offen sei zurzeit, wie und wie schnell die beiden vorliegenden Konzepte abschließend konkretisiert werden – und ob der erste richtige Göttinger Biergarten noch in diesem Jahr eröffnet wird.

Von Ulrich Schubert und Britta Bielefeld

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