Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Mit berühmten Musikgrößen auf einer Bühne

Zwei Göttingerinnen in Berlin Mit berühmten Musikgrößen auf einer Bühne

Mit einem selbst geschriebenen Song vor großem Publikum auf einer Bühne stehen - das ist der Traum von vielen jungen Musikern. Dieser Traum ist für zwei junge Göttingerinnen jetzt in Berlin in Erfüllung gegangen.

Voriger Artikel
„Ein heikles Thema“
Nächster Artikel
Broistedt wird neue Kulturdezernentin

Paule Karlotte Liersch und Zoé Marie Richter aus Göttingen haben in Berlin den Song Contest "Dein Song für EINE WELT" gewonnen.

Quelle: CH

Göttingen/Berlin. Die 15-jährige Zoé Marie Richter und die 18-jährige Paula Karlotta Liersch traten zusammen als „Zoé & NeLaNa“ beim Eine-Welt-Festival in der Berliner Columbiahalle mit ihrem Song „Die Welt schaut zu“ auf. Ihren Song hatte die Jury des Contests „Dein Song für eine Welt!“ im vergangenen Jahr als einen von 25 Gewinner-Songs ausgewählt. Die sozialkritischen Lieder erschienen auf dem Eine-Welt-Album. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die die Lieder für den Contest schrieben und für das Album einsangen, präsentierten ihre Songs auf dem Berliner Festival, zu dem rund 3.000 Besucher kamen.

„Ich war sehr aufgeregt vor unserem Auftritt. Immerhin war die Bühne sehr groß, und wir wurden von sieben Kameras gefilmt“, erklärt Liersch. Richter fügt hinzu: „Ich war, bevor wir nach Berlin gefahren sind, aufgeregter als in Berlin. Als ich dann auf der Bühne gestanden und meine Familie gesehen habe, war die Aufregung weg.“ Bei dem Festival traten auch bekannte Pop-Künstler wie die Band Culcha Candela, Lou Bega und die Sängerin Oceana auf.

„Ich habe so viele nette Leute vom Contest kennen gelernt, und auch welche, die ich als Kind bewundert habe. Es war eine tolle einmalige Sache“, meint Richter.

Die beiden Göttingerinnen machen seit vergangenem Sommer gemeinsam Musik. Sie lernten sich durch die Musik kennen. Richter schrieb im vergangenen Jahr den Text zu „Die Welt schaut zu“. Er handelt vom Flüchtlingsproblem. Die Schülerin zeigte ihn ihrer Deutschlehrerin. Die Lehrerin brachte die 15-Jährige mit ihrer Tochter Paula zusammen, die seit zehn Jahren Klavier spielt, und ermutigte beide, an dem Contest teilzunehmen. Zusammen komponierten sie eine Melodie zu Richters Text. Seitdem sind beide Mädchen ein eingespieltes Team - musikalisch und privat.

Soziales Engagement müsse auch für junge Menschen sehr wichtig sein, sind sich die beiden jungen Musikerinnen einig. „Soziales Engagement sollte zum Alltag junger Menschen gehören. Solche Dinge wie das Flüchtlingsproblem betrifft alle Menschen auf der Welt“, sagt Richter. „Ein Bewusstsein für solche Themen muss auch bei jungen Menschen geschaffen werden. Wir dürfen uns nicht nur auf uns selbst konzentrieren. Wir müssen auch auf andere Menschen achten“, findet Liersch. aa

Schulpreis für Hainberg-Gymnasium

Bundespräsident Joachim Gauck hat das Göttinger Hainberg-Gymnasium mit dem Schulpreis des Bundeswettbewerbes „Alle für eine Welt – eine Welt für alle“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und würdigt das herausragende entwicklungspolitische Engagement der Schule auch in internationalen Austauschen und Unterrichtsprojekten. Der Schulwettbewerb unter Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ruft Schüler aller Jahrgänge bis Klasse 13 alle zwei Jahre auf, sich mit besonderen Projekten im Bereich der globalen Entwicklung zu engagieren. In diesem Jahr sollte dabei „die Vielfalt in der einen Welt“ im Mittelpunkt stehen, heißt es in einer Mitteilung.
Etwa 42.000 Schüler folgten dem Aufruf mit eingereichten, Fotos, Videos, Musik, Theaterstücken und Blogs. 627 Wettbewerbsbeiträge wurden eingereicht. Die Preise wurden in vier Alterskategorien für Einzelprojekte vergeben, darüber hinaus gibt es einen Schulpreis für die Gesamtleistung einer Schule. Das Hainberg-Gymnasium setze als UNESCO-Projektschule das Motto der aktuellen Runde  seit vielen Jahren mit vielfältigen Projekten im Lernbereich globale Entwicklung um, heißt es in der Begründung der Juroren. Unter anderem haben Schüler die Schülerfirma „Macadamiafans Göttingen“ gegründet, die biozertifizierte Macadamia-Nüsse aus Kenia verkauft. Und es gibt Austauprogramme mit einer Schulen in Bolivien. Die entwicklungspolitischen Projekte seien im regulären Unterricht verankert, aber auch in der Region sichtbar. Das Fazit der Jury: „Ein vielseitiger und nachhaltiger Ansatz, dessen Bestandteile gut durchdacht aufeinander aufbauen.“ us

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“