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Zwei Schornsteinfeger in Waisenhauskapelle

Predigtreihe in Emmaus-Gemeinde Zwei Schornsteinfeger in Waisenhauskapelle

„Was haben wir heute für ein Glück“, beginnt Pastor Wolfgang Schillak. „Denn wir haben gleich zwei Schornsteinfeger.“ Dass das Thema Glück viele Menschen beschäftigt, hat gestern der Gottesdienst in der Waisenhauskapelle Nörten-Hardenberg gezeigt.

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Gestalten gemeinsam den Gottesdienst: Pastor Schillak, Walter Keup und Andreas Pluhar (v.l.).

Quelle: Heller

Warum Schornsteinfeger als Glückssymbole gelten, erklärt Bezirksschornsteinfegen Walter Keup, der mit seinem Mitarbeiter Andreas Pluhar in dem Gottesdienst zu Gast war. Bis ins Mittelalter führt er die Zuhörer zurück. Durch Schornsteine aus Holzgeflecht mit Lehm seien die Rauchgase abgeleitet worden. Groß war deshalb die Gefahr eines Rußbrands. Im Tessin und in Savoyen hätten sich fahrende Gesellen darauf spezialisiert, den Ruß zu entfernen und so die Brandgefahr zu verringern. „Ein Glück, dass sie da sind“ sagten die Menschen, wenn solche Gesellen am Stadttor standen.
Um die Frage „Was ist Glück?“ rankte sich dann die Predigt von Pastor Schillak. „Glück haben – mit Schornsteinfeger“ war das erste Thema in der Predigtreihe von Pastor Wolfgang Schillak der evangelischen Emmaus-Gemeinde Nörten. „Ausgezeichnet“ fand Ludwig von Breitenbuch aus Parensen die Predigt und die Idee mit den Schornsteinfegern. Durch das Tageblatt ist er mit seiner Frau auf den Themen-Gottesdienst aufmerksam geworden. „Ganz toll“, sagt genauso Monika Bücker. Nicht nur wegen der Schornsteinfeger ist sie hier, sondern auch, weil sie als Nörtenerin die Waisenhauskapelle noch nie von innen gesehen hatte. „Ist das nicht schön dass die evangelische Kirche dieses Haus als Winterkirche hat“, freut sich Hans-Hermann Hüter.
Dass mit rund 50 Besuchern mehr Menschen als sonst da gewesen sind, bestätigt Schillak. „Die Menschen wachsen nicht mehr mit der Selbstverständlichkeit auf, dass man sonntags in die Kirche geht“, beschreibt er. „Es kommen mehr oder zumindest andere Leute“, wenn im Gottesdienst eine bestimmte Musik oder ein Thema angeboten werde. Ohne „modernistische Effekthascherei“ und in Anlehnung an die Liturgie möchte er die Inhalte so aufbereiten, dass sie die Menschen bewegen. Auch Gottesdienste für spezielle Zielgruppen nutze er, um Menschen anzusprechen.
„Glück manipulieren – Horoskop und Aberglaube“ ist der Titel des nächsten Gottesdienstes in der Predigtreihe am Sonntag, 7. Februar, um 10.30 Uhr in der Waisenhauskapelle.

Von Ute Lawrenz

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