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Zwei junge Männer wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Feuerwerk und Baseballschläger Zwei junge Männer wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Der brutale Angriff auf einen heute 70 Jahre alten Mann aus Seulingen im September 2013 hat nun ein juristisches Nachspiel.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Seulingen. Vom 10. Dezember an müssen sich ein 31 und ein 27 Jahre alter Seulinger wegen versuchten Totschlags und anderer Delikte vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen verantworten.

Der Ältere hatte den Nachbarn mit einem Baseballschläger den Schädel zertrümmert, so dass dieser bleibende Schäden erlitten hat.

Hintergrund der Tat am 1. September 2013 war offenbar ein lange schwelender Nachbarschaftskonflikt. Am Tattag, so steht es in der Anklage der Staatsanwaltschaft Göttingen, sollen die beiden jungen Männer das Haus in der Hauptstraße 14 aufgesucht und dieses mit Feuerwerkskörpern beschossen haben.

Sie sollen damit bezweckt haben, dass die darin wohnenden Menschen das Gebäude verlassen. Sie hätten vorgehabt, sagten die Angeklagten im Ermittlungsverfahren aus, damit zu verdeutlichen, das Verhalten der dort wohnenden Familie nicht länger hinzunehmen.

Als tatsächlich der damals 69-Jährige vor die Tür trat, sei er sofort angegriffen und geschlagen worden. Dabei habe ein „wuchtiger Schlag mit dem Baseballschläger“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Buick, den Senior getroffen und ihm einen Trümmerbruch des Schädels zugefügt. Die Verletzung sei lebensbedrohlich gewesen und habe zu einer Hirnblutung geführt, in deren Folge das Opfer bis heute Bewegungseinschränkungen des rechten Arms und Sprachstörungen hinnehmen muss.

Angeklagt ist der 31-Jährige wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Beide sind der Nötigung und der Jüngere außerdem der Sachbeschädigung verdächtig, weil er noch eine Glastür einschlug.
Keiner der Angeklagten ist vorbestraft. Auch gebe es laut Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf eine eventuell politisch motivierte Tat.

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