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Zwischen Marans und Zwergen

Kükenschau der Geflügelzüchter Zwischen Marans und Zwergen

Marans, Vorwerk und Federfüßige Zwerge: Angesichts der nahenden Zuchtstamm- und Kükenschau stehen die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Göttingen Grone in den Startlöchern - samt Hunderter frischgeschlüpfter Küken.

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Siegfried Machemehl zeigt ein frisch geschlüpftes Küken.

Quelle: Harald Wenzel

Grone. „Noch sind sie zu dumm, um Angst zu haben“, erzählt der Vereinsvorsitzende Siegfried Machemehl beim Anblick des Sonntag geschlüpften Hühnernachwuchses. In einem kleinen Gehege drängen sich rund 100 Küken um die Wärmelampen und äußern laut zwitschernd ihren Unmut über die geöffnete Stalltür.

Publikumsmagnet

Am Freitag, 25. März, steht ihr großer Auftritt bevor: Die Kükenschau der Hobbyzüchter ist einer der Publikumsmagneten bei der jährlichen Geflügelschau, die zuletzt „Besucher im vierstelligen Bereich anzog“, wie Machemehl berichtet. Für die Küken wird es der letzte öffentliche Auftritt sein, denn wenige Tage nach dem Schlüpfen entwickeln sie Machemehl zufolge Angst- und Fluchtinstinkte.

Noch sind die Küken aber jung, zappeln kaum. Bei den „federfüßigen Zwergen“ sind die rundum gefiederten Krallen zu erkennen, das klassische, französische „Marans“-Huhn hat seinen typischen weißen Flecken am Hinterkopf im sonst dunklen Gefieder. Für die „schönsten Hühner der Welt“, die sogenannte Vorwerk-Rasse, hat Machemehl außerdem ein eigenes Gehege reserviert.

Glückliche Monate

Geschreddert oder „gemoussed“, wie Machemehl es nennt, werden bei ihm auch die männlichen Küken nicht. Als Legehennen taugen die zwar nicht, aber Machemehl will ihnen wenigstens sechs glückliche Monate gönnen, „bevor sie in der Suppe landen“.

Die Einstellung teilen ihm zufolge viele Hobbyzüchter, besonders seit vermehrt junge Menschen den Weg in die Rassegeflügelzucht finden - in den letzten Jahren habe der Geflügelzüchterverein 33 neue Mitglieder dazugewonnen.

Von Christoph Höland

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