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Zwischenfall bei Prozess

Versuchter Mord Zwischenfall bei Prozess

In dem Prozess gegen Elvir B. ist es vergangene Woche zu einem kleinen Zwischenfall gekommen. Das Opfer, die ehemalige Lebensgefährtin des Angeklagten, ist unter der mehrstündigen Vernehmung zusammengebrochen und weinend aus dem Gerichtssaal gelaufen.

Die Mutter nahm ihre Tochter draußen in Empfang und stieß Drohungen gegen den Angeklagten aus, der sich während der Befragung allerdings gar nicht im Saal befand. Landgerichtssprecherin Cornelia Marahrens sagte, dass daraufhin die ohnehin schon hohen Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verstärkt wurden. Darüber hinaus sei es fraglich, ob das Opfer nochmal vernommen werden kann. Dem Angeklagten wird vorgeworfen am Morgen des 6. Juni 2009 an der Tür einer Wohnung am Holtenser Berg seine frühere Lebensgefährtin und ihren damals fünfjährigen Sohn durch zahlreiche Messerstiche lebensgefährlich verletzt zu haben.

Das Kind auf dem Arm der Mutter erlitt dabei Stiche in den Rücken, die den Brustwirbel und das Rückenmark durchtrennten. Es wird für immer gelähmt bleiben (Tageblatt berichtete). Die Öffentlichkeit wurde am ersten Verhandlungstag vom Prozess ausgeschlossen. Als Gründe gab das Gericht an, dass dem zum Zeitpunkt der noch als Heranwachsender geltende Angeklagte eine unzumutbare Bloßstellung drohe und die Öffentlichkeit an dem Fall ein sehr großes Interesse habe. Zudem müsse Elvir B. Racheakte der Familie befürchten. Ein Ende des Prozesses ist noch nicht abzusehen. Die Kammer werde, so Marahrens, die Wiederzulassung der Öffentlichkeit vor den Schlussvorträgen und der Urteilsverkündung nochmals überprüfen. Lukas Breitenbach

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Kind querschnittsgelähmt

Wegen Messerstichen auf seine Ex-Freundin und deren Sohn muss Elvir B. aus Göttingen achteinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Göttingen sprach den zur Tatzeit 20 Jahre alten Angeklagten des zweifachen versuchten Totschlags schuldig. Er hatte im Juni 2009 seine frühere Lebensgefährtin und den Jungen lebensgefährlich verletzt.

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