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Umdenken und manchmal mogeln: Rommé

Gemeinsames Kartenspielen Umdenken und manchmal mogeln: Rommé

„Wir haben bald Silberhochzeit“, sagt Helga Rindermann. Schon seit 20 Jahren ist sie eine von fünf Frauen, die zusammen Rommé spielen. In der Gymnastikgruppe im Sportverein sei damals die Idee dazu entstanden. Zuerst haben sich Lotti Schmidt, Helga Hessing und Helga Rindermann gefunden, bald kamen Mutter und Tochter, Helga und Gudrun Ernst, dazu.

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Mindestens 40 Punkte zum Rauslegen: Regelmäßige Rommérunde in Billingshausen.

Quelle: Hinzmann

Billingshausen. Als sie anfangs fast alle noch berufstätig waren, hätten sie sich immer abends getroffen. Jetzt, im Alter von 62 bis 80 Jahren, können sie im Winterhalbjahr schon am Nachmittag spielen. Wenn nichts dazwischen kommt, treffen sie sich alle vierzehn Tage. Manchmal ergebe sich aber auch eine längere Pause, erzählen die Kartenspielerinnen.

An diesem Nachmittag ist Helga Rindermann Gastgeberin. Immer reihum wird der Spieltreff ausgerichtet. Zupfkuchen und Pflaumenkuchen hat die Hausherrin gebacken. Und bevor die Karten auf den Tisch kommen,  wird erst einmal Kaffee getrunken.

"Du mogelst"

Nach einer guten halben Stunde beginnt die Spielzeit. Geschirr und Kuchen werden in die Küche geräumt, das Tischtuch rasch zusammengefaltet. Auf Stoff kann man die Karten nicht so gut legen. Ratzfatz hat jede Frau 13 Karten, die erste Rommérunde kann beginnen. Helga Ernst legt die ersten Karten raus. „Du mogelst“, sagt ihre Tochter Gudrun Ernst. Mit 40 Punkten hat Helga Ernst zwar die Mindestpunktzahl zum Rauslegen der Karten erreicht. Doch die Dame fehlt in der abgelegten Reihe. Helga Ernst muss ihre Karten wieder aufnehmen.

1,50 Euro muss jede der Frauen an einem Spielenachmittag bezahlen, ganz gleich, ob sie gewinnt oder verliert. Von dem Geld, was sich auf diese Weise ansammelt, gehen die fünf zusammen essen oder ins Theater. Zum 20-Jährigen im Dezember sollte es etwas Besonderes sein. Die fünf Frauen fuhren nach Quedlinburg, um den Advent in den Höfen zu erleben.

Kartenspiel-Freundschaft

Im laufenden Spiel haben Helga Rindermann und Helga Hessing noch alle Karten auf der Hand. „Manchmal geht’s, wenn man ein bisschen umdenkt“, empfiehlt Helga Ernst. Es gibt auch die Möglichkeit zu „verzichten“. Wer das tut, darf nur noch bei den anderen anlegen. Das Wichtigste: „Dass man gewinnt“, sagt Helga Hessing. „Und man tut auch noch ein bisschen für die kleinen grauen Zellen.“ Die Geselligkeit hebt Lotti Schmitt hervor. Aus der Kartenspiel-Freundschaft ist längst mehr geworden.

Von Ute Lawrenz

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