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Umfrage in der Göttinger Innenstadt: 1- und 2-Cent-Münzen

Kaum Probleme Umfrage in der Göttinger Innenstadt: 1- und 2-Cent-Münzen

Jeder Deutsche, so verkündet die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht, verfüge durchschnittlich über rund 345 Münzen im Wert von 79,85 Euro. Der größte Anteil – 175 Stück – entfalle dabei auf die 1- und 2-Cent-Münzen. Und genau an denen scheinen die Bundesbürger zu hängen, denn im Vergleich zu anderen Euro-Ländern seien die Kleinmünzen hierzulande überrepräsentiert.

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Krumme Preise: Taktik des Handels.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Den Handel freut das offensichtlich, denn krumme Preise sind aus verkaufstaktischer Sicht gang und gäbe – immerhin klingt 19,99 Euro besser als 20 Euro.

Was halten die Göttinger von den 1- und 2-Cent-Münzen? Sollte Deutschland dem Vorbild Finnlands und der Niederlande folgen, wo eine Rundungsregel eingeführt wurde und die Preise im Handel kaufmännisch auf fünf Cent auf- oder abgerundet werden?

F. Schmidt-Henning

F. Schmidt-Henning

Quelle:

Frauke Schmidt-Henning meint nach kurzem Überlegen, dass die Abschaffung der Kleinmünzen vielleicht sinnvoll wäre, damit es etwa an der Kasse beim Bezahlen schneller geht. Allerdings hält die Göttingerin die bei einigen Ketten praktizierte Möglichkeit, die Rechnung aufrunden zu lassen, für sinnvoll. Die überzähligen Cent würden nämlich sozialen Zwecken gespendet.

Kopfschmerztabletten als Wechselgeld

Das hält auch Janina Just für eine gute Sache. Ihre Begleiterin Cathrin Borchert führt ein weiteres Argument für die Beibehaltung der kleinen Münzen ins Feld: „Sonst gäbe es ja keinen Glücks-Cent mehr.“ Beide Uslarerinnen sind sich in Sachen Klimpergeld im Geldbeutel daher einig: „Uns stört das nicht“.

Ein anderer Passant in der Göttinger Innenstadt könnte sich hingegen die Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen vorstellen. Das wäre gut, denn „dann ist das Portemonnaie nicht so dick“, argumentiert er. Und ein anderer meint zur möglichen Zeitersparnis an der Kasse: „Die Zeit zu kramen hab’ ich dann auch noch“.

Janina Just (links) und Cathrin Borchert

Janina Just (links) und Cathrin Borchert

Quelle:

Einem Ehepaar fällt spontan seine Erfahrung aus dem Italien-Urlaub ein. „Dort gibt’s erst gar keine kleinen Cent als Rausgeld“. Und dann erinnern sie sich noch an Zeiten vor der Euro-Einführung. „Damals gab es in Italien sogar Kopfschmerztabletten als Wechselgeld – einzeln und lose“.
Schließlich bekennt sich auch Karl-Friedrich Ritter zu den kleinen kupferfarbenen Cent-Münzen, auch wenn diese gelegentlich den Geldbeutel ausbeulen würden. „Ich hätte sie gerne weiter“, sagt der Hattorfer und ergänzt, er habe sich daran gewöhnt.

„Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“

Einer Zahlungsverhaltensstudie der Bundesbank von 2011 zufolge sprechen sich übrigens nur 39 Prozent der befragten Deutschen für eine Abschaffung der Kleinmünzen aus. Mehr als 90 Prozent halten es mit dem Sprichwort „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. Und sogar mehr als 80 Prozent verwenden die 1- und 2-Cent-Münzen ganz normal zum Bezahlen.

Karl-Friedrich Ritter

Karl-Friedrich Ritter

Quelle:

Die Einführung einer Rundungsregelung wie in Finnland und den Niederlanden habe, so heißt es im aktuellen Bundesbank-Monatsbericht, „für die Bevölkerung gegenwärtig keine große Bedeutung“.

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