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Ungläubiges Staunen über Rastplatz-Begründung

Bedenken in Atzenhausen Ungläubiges Staunen über Rastplatz-Begründung

Der geplante Bau von zwei Rastplätzen an der Autobahn 7 bei Atzenhausen und der Autobahn 38 bei Elkershausen bewegt die Gemüter. Viele Bürger und Politiker bemängeln den spärlichen Informationsfluss. Andere fühlen sich verschaukelt.

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Lastwagen auf der Autobahn 7: Einige 100 Meter hinter der Kurve soll der neue Rastplatz bei Atzenhausen gebaut werden.

Quelle: Hinzmann

So hat insbesondere die Begründung für den Parkplatz an der A 38 in Friedland ungläubiges Staunen ausgelöst. Dass eine Rastanlage mit WC Autofahrer davon abhalten soll, vor der Einfahrt in den Heidkopftunnel bei Reiffenhausen zu halten und dort verbotswidrig zu urinieren, halten viele für einen Scherz. Zumindest in Sichtweite müsse der Rastplatz schon liegen, soll er gegen Tunnel-Pinkler helfen.

In Elkershausen selbst erfuhren viele erst durch das Tageblatt, dass in 350 Meter Nähe ein Parkplatz gebaut werden soll. Es werde heftigen Widerstand geben, prophezeite Ortsbürgermeister Christian Günther (CDU) – schließlich mussten gerade in diesem Ort mehrere Bauern enteignet werden, um die A 38 bauen zu können. Im Ortsrat wurde noch ein anderer Aspekt diskutiert: Der Parkplatzbau könnte die Chance sein, auf einen Lärmschutzwall in dem Bereich zu bestehen. Bisher ist der Ort bei Ostwind vor Lärm der Autobahn nicht geschützt. Dass Messungen höhere Lärmwerte ergeben hatten, als beim Bau prognostiziert, dürfte allein nicht zu weiteren Schutzbauten führen.

Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) erinnert daran, dass Friedland wie keine andere Kommune durch die A 38 belastet ist und 150 Hektar Land verlor. Jetzt sollen beide neuen Parkplätze ausgerechnet wieder in der Friedländer Gemarkung gebaut werden. „Das ist den Bürgern schwer zu vermitteln. Warum nicht etwas weiter im Süden oder Osten?“

Auch in Atzenhausen und Dahlenrode will man sich nicht einfach so abfinden mit den Plänen. Daher werde man das Thema in der nächsten Ortsratssitzung (Dienstag, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Mehrzweckgebäude in der Lindenteichstraße) nochmals behandeln, sagte Atzenhausens Ortsbürgermeister Volker Lüdecke (SPD). Der geplante Rastplatz liege „doch ganz schön dicht“ an der Wohnbebauung. Er und andere Bürger hätten Bedenken wegen Lärm und Abgasen. Eine Chance, das Bauvorhaben zu verhindern, sehe er aber momentan nicht, sagte Lüdecke. „Ich habe die Befürchtung, dass wir dagegen wenig machen können“, so der Ortsbürgermeister.

Von Andreas Fuhrmann und Jürgen Gückel

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