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Uni-Klinikum schluckt Hainberg-Klinik

Nicht genug Geld Uni-Klinikum schluckt Hainberg-Klinik

Die Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen im Gesundheitswesen haben in der Göttinger Kliniklandschaft ein weiteres Opfer gefordert. Die Parkklinik am Hainberg – die frühere Hainberg-Klinik – wird voraussichtlich zum Jahresende vom Universitätsklinikum geschluckt.

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Das Ende als eigenständiges Krankenhaus steht bevor: die Parkklinik am Hainberg.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Auf Tageblatt-Anfrage bestätigte das Uni-Klinikum gestern sein Interesse am Erwerb der Klinik in der Wagnerstraße. Das Klinikum, so sein Sprecher Stefan Weller, „führt darüber Gespräche mit den Nutzern und dem Eigentümer mit dem Ziel, den Kauf noch im Dezember abschließen zu können“. Die Universitätsmedizin, deren Gebäude an der Robert-Koch-Straße vor großen Umbauten stehen, wolle das Krankenhaus im Ostviertel für die eigene Patientenversorgung nutzen. Weller weiter: „In welchem Rahmen die Nutzung erfolgen soll, steht noch nicht abschließend fest und ist zudem vom Ausgang der Gespräche mit dem Eigentümer abhängig.“

„Aufgrund des derzeitigen Entgeltssystems im Gesundheitswesen“, erläutert Hainberg-Geschäftsführer Jochen Dörner, könne der Klinikbetrieb in der jetzigen Form nicht weitergehen: „Für kleine Krankenhäuser ist es sehr schwer, zu überleben.“ Die Vergütungssituation erlaube es der Hainberg-Klinik nicht, ausreichend Rücklagen für zwingend notwendige Investitionen zu bilden. Zwar sei die Klinik gut belegt, aber eine langfristige strategische Perspektive habe die Privatklinik nicht.

Arbeitsplätze der 45 Mitarbeiter erhalten

Ein Ziel der Übergabe ans Uni-Klinikum sei es, die Arbeitsplätze der 45 Mitarbeiter zu erhalten beziehungsweise die Angestellten anderweitig im Uni-Klinikum weiterzubeschäftigen. Seine Belegschaft sei hervorragend ausgebildet.

Vor den Verhandlungen mit dem Uni-Klinikum seien Gespräche mit dem ebenfalls an einer Übernahme intereressierten Weender Krankenhaus gescheitert, erklärt Dörner weiter. Grund seien Bedenken der Krankenkassen gewesen. Insbesondere die AOK habe einen Einstieg der Weender blockiert.

Derzeit befinde sich die Parkklinik in der Liquidation, erklärt Dörner. Gerüchte über eine bevorstehende oder gar bereits eingetretene Insolvenz seien jedoch unzutreffend.

Im Jahr 2005 war die Hainberg-Klinik umfangreich renoviert und modernisiert worden. Drei Jahre später geriet das Krankenhaus als Belegklinik unter neue ärztliche Leitung. Im Kollegialsystem organisiert, sind Fachärzte verschiedener Disziplinen vertreten.

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Jobangebot für Mitarbeiter

Das Universitätsklinikum erwirbt die in finanzielle Schwierigkeiten geratene Hainberg-Klinik in der Wagnerstraße. Anfang der Woche sei der Kaufvertrag unterschrieben worden, teilte das Klinikum Donnerstagnachmittag  mit. Alle Hainberg-Mitarbeiter erhielten ein Beschäftigungsangebot.

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