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Spendensammlung: Universitätsklinik will Zimmer für todkranke Kinder

Hoffen auf baldigen Baubeginn Spendensammlung: Universitätsklinik will Zimmer für todkranke Kinder

Ein besonderes Zimmer zu bauen, um todkranken Kindern auf ihrem letzten Weg eine häusliche Atmosphäre bieten zu können – dieses besondere Ziel verfolgt die Universitätsklinik Göttingen seit einiger Zeit. 150 000 Euro sind dafür notwendig, 80 000 Euro trägt das Klinikum selbst für die Grundsanierung nach Krankenhausstandard.

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Warme Farben und Platz für persönliche Gegenstände: So ist das Klinik-Zimmer für todkranke Kinder geplant.

Quelle: Teamentwurf

Göttingen. 70 000 Euro müssen darüber hinaus an Spenden gesammelt werden, damit eine kindgerechte, häusliche Atmosphäre gestaltet werden kann. Eine Reihe von Spenden ist für das Projekt bereits eingegangen.

Eine weitere große Spende in Höhe von 10 000 Euro vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke Göttingen, Norbert Liekmeier, hat die Klinik nun dem Ziel näher gebracht. Liekmeier hatte bei der Abschiedsfeier vor seinem Ruhestand Ende 2013 dazu aufgerufen, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen für die Kinderpalliativmedizin, also die Versorgung todkranker Kinder, zu spenden.

Dabei kamen 9600 Euro zusammen, die Stadtwerke rundeten den Betrag auf. Die Spende sei eine enorme Unterstützung, sagte Prof. Jutta Gärtner, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Doch noch immer fehlten 30 000 Euro. Es gebe nun jedoch die Hoffnung, dass im Frühjahr mit dem Bau des Zimmers begonnen werden kann.

Elf schwerstkranke Kinder

„Ich habe durch Zufall von der Kinderpalliativmedizin erfahren, und das Thema ging mir unter die Haut. Meine Frau und ich wissen, was es bedeutet, wenn die Kinder krank werden. Deshalb war es mein persönlicher Wunsch, dabei zu helfen, diesen wichtigen Bereich weiter auszubauen“, sagt Liekmeier.

Das Team der Kinderpalliativmedizin Göttingen kümmert sich derzeit um elf schwerstkranke Kinder und Jugendliche im Umkreis von 100 Kilometern. Sie werden gemeinsam mit dem Pflegedienst Kimbu vor allem ambulant in ihrem Zuhause betreut. Für die Fälle, wo dies nicht möglich ist, soll in der Klinik das Kinderpalliativzimmer entstehen, in dem auch Eltern und Geschwister übernachten können.

Vorgesehen sind Platz für persönliche Dinge, ein großer Balkon und teils bodenhohe Fenster. Die Kinderpalliativmedizin an der Uniklinik wurde 2011 von Gärtner und Prof. Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin, gegründet.

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