Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Unternehmen mit unterschiedlichen Ansätzen

Weihnachten feiern in Zeiten der Krise Unternehmen mit unterschiedlichen Ansätzen

Finanzkrise hin, Sparmaßnahmen her: Viele Unternehmen und Einrichtungen aus Göttingen und der Region veranstalten ihre Weihnachtsfeiern wie gehabt – wenn sie denn überhaupt feiern. Nur einige Betriebe verzichten auf jede Feierlichkeit zum Jahresausklang.

Eines von ihnen ist das Messtechnik-Unternehmen Mahr in Göttingen. Man habe hohe Verluste eingefahren, so Sprecher Michael Skladnikiewitz. „Da ist eine große Feier nicht angebracht, denn jeder hat Angst um seinen Arbeitsplatz.“ Aus diesem Grund habe man schon das Sommerfest abgesagt. Ganz anders reagiert man bei Novelis. „Gerade in diesem turbulenten Jahr ist es wichtig, einen gemeinsamen Teamgeist zu unterhalten“, erläutert Sprecherin Bernadette Gatzemeier die Entscheidung, eine zentrale Werksfeier zu organisieren – „als Dankeschön an die Mitarbeiter“. Andere große Arbeitgeber wie Sartorius, Sparkasse, Volksbank, Klinikum oder die Verwaltungen von Landkreis und Stadt Göttingen verzichten ohnehin auf zentrale Feiern – hier brät sich jede Abteilung ihre Weihnachtsgans ganz nach eigenem Gusto.

Auf Seiten der Gastronomie beurteilt man die Entwicklung unterschiedlich. Einen Rückgang der Buchungen von Weihnachtsfeiern verzeichne er nicht, erklärt Andreas Jütte, Inhaber des Gasthauses Mutter Jütte in Bremke. „Wer zu spät kommt, hat keine Chance.“ Auch einen Trend zu mehr Sparsamkeit könne er nicht ausmachen. Ähnlich ist die Situation im Herberhäuser Landgasthaus Lockemann. „Im Grunde genommen hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nichts geändert“, meint Steffen Lockemann.

„Man gönnt sich weniger“

Beim Göttinger Freizeit In hingegen stellt man fest: „Das Buchungsvolumen ist gleich geblieben, aber man gönnt sich weniger“, so Verkaufskoordinatorin Bettina Kobold. Die Feiern seien sparsamer und kleiner, „weniger mit Tanz, dafür eher mit Kegelbahn und kleinem Buffet“. Das gelte sowohl für große wie kleine Betriebe.

Alle Gastronomen haben hingegen ein gemeinsames Problem: Die Anfragen für die Feiern kommen immer kurzfristiger. Peter Ohllhoff, Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands für den Kreis Göttingen, bestätigt: „Das erschwert die Planung.“ Er sieht hingegen in rückläufigen Zahlen bei den Weihnachtsfeiern einen langfristigen Trend, der weniger auf das aktuelle Krisenjahr zurückzuführen ist. Hiervon seien nur einzelne Gastronomen ausgenommen.

Von Erik Westermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt