Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Verbraucherbeschwerden: Ärger mit Billigstromanbieter Flex-Strom

„Immense Preiserhöhungen“ Verbraucherbeschwerden: Ärger mit Billigstromanbieter Flex-Strom

Nach schlechten Erfahrungen mit Teldafax gibt es wieder Ärger mit einem Billigstromanbieter: „Fast täglich“, so die Verbraucherzentrale Göttingen, „erreichen uns Beschwerden über die FlexStrom AG und die FlexGas GmbH.“

Voriger Artikel
Felicitas Oldenburg wieder FDP-Vorsitzende in Göttingen
Nächster Artikel
„Feministischer Aktionstag“ in der Göttinger Innenstadt
Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Verbraucherschützerin Jutta Heuer: „Von immensen Preiserhöhungen über verweigerte Bonizahlungen bis hin zu verzögerten Rückerstattungen von Guthaben: Die Liste der Reklamationen ist lang.“

Heuer berichtet von einem Beispiel: Der versprochene Bonus eines Flex-Strom-Kunden wurde nicht verrechnet, es gab Unklarheiten hinsichtlich des vereinbarten Tarifs, Abrechnungen kamen verspätet,  Kündigungen blieben ohne Reaktion und damit erfolglos. Streit gab es auch über den richtigen Zählerstand, der bei der Jahresabrechnung oder den neu festgesetzten Abschlägen zugrunde gelegt wird.

Besonders ärgerlich, so Heuer: „Auf konkrete Anfragen wurde regelmäßig nur mit Standardantworten reagiert.“ Flex-Strom, im Jahr 2003 gegründet,  hat derzeit etwa 600 000 Kunden und ist damit einer der größten freien Strom- und Gasanbieter in Deutschland.

Aktuellen Medienberichten zu Folge soll das Unternehmen offenbar zu einem symbolischen Preis von einem Euro verkauft werden. Laut „Handelsblatt“ sei die Firma auch Konkurrenten zum Kauf angeboten worden.

Informationen und rechtlichen Rat einholen

Vor diesem Hintergrund rät die Verbraucherzentrale  betroffenen Kunden dringend, vor anstehenden Zahlungen an Flex-Strom beim Netzbetreiber nachzufragen, ob der Energieanbieter seine Netzentgelte geleistet hat. Heuer: „Wurde zum Beispiel jährliche Vorauskasse vereinbart, sollten Kunden vom Anbieter unbedingt die Umstellung auf monatliche Zahlungen verlangen.“

Die Verbraucherzentrale fordert Bundesnetzagentur und Netzbetreiber generell auf, bei erkennbaren Zahlungsschwierigkeiten frühzeitig einzugreifen und die Kunden besser zu informieren. Heuer: „Über solche Beschwerden klagen viele Kunden von Billig-Energieanbietern. Gibt es Streit mit einem Energieanbieter, raten wir dazu, sich so schnell wie möglich Informationen und rechtlichen Rat einzuholen.

Nur so können Rechte gewahrt und Geld gesichert werden“. Der Versuch, Probleme mit dem Anbieter klären zu wollen, ende nach Erfahrung vieler Betroffener oft in langwierigen Auseinandersetzungen und hat nach Erfahrungen der Juristin meist nur Nachteile für die Betroffenen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kein Stromnetz für Pleitegeier

Die regionalen Netzbetreiber haben dem insolventen Stromanbieter Flexstrom AG mit dessen Tochtergesellschaften Optimalgrün und Löwenzahn GmbH die Lieferanten-Rahmenverträge zum 19. April fristlos gekündigt. Im Dunkeln sitzen muss deshalb kein Stromkunde.

mehr
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt