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Verfallene Häuser werden bald abgerissen

Holtenser Landstraße Verfallene Häuser werden bald abgerissen

Es kommt wieder Bewegung in ein Projekt, das eigentlich schon längst abgeschlossen sein sollte. Die Rede ist von den städtischen Doppelhäusern an der Holtenser Landstraße 2 bis 28. Hier sollen Wohnungen für Großfamilien entstehen, die alten Gebäude werden abgerissen

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Platz für neue Wohnungen: Die alten Gebäude sollen abgerissen werden.

Quelle: Hinzmann

Bis es so weit ist, dürften aber nochmals Monate verstreichen. Zwar wohnen derzeit nur noch drei Personen in den Doppelhäusern, von denen gestern bereits einzelne entkernt wurden. Es gab eine Info-Veranstaltung für die Anwohner, die sich unter anderem um ihre Wohnqualität sorgten. Auch das Konzept wurde vorangetrieben. Dennoch bleiben auch weiterhin noch viele Fragen, das wurde im Bauausschuss deutlich.

So gilt es derzeit nicht einmal als gesichert, wie viele Häuser letztlich auf dem 4500 Quadratmeter großen Gelände entstehen. Bisher sieht der Plan, den Harald Melzer, Leiter des Immobilienmanagements bei der Stadt Göttingen, präsentierte, drei große und zwei etwas kleinere Häuser vor – ausgerichtet an der Holtenser Landstraße. Parkflächen soll es an der Nordseite geben, dorthin wurden auch die Eingänge der großen Häuser verlegt. Hinter den Gebäuden wird ein Fußweg verlaufen. Zudem wird auf dem Areal ein Spielplatz für die Kinder der Bewohner errichtet. Ein Blockheizkraftwerk soll die Wärme für die fünf Häuser liefern.

Die Größe der Wohnungen reicht bis zu 115 Quadratmetern in den großen Gebäuden. Sie bestehen aus mindestens zwei Kinderzimmern und weisen alle eine große Wohnküche, ein behindertengerechtes Bad und ein separates WC auf. Keller gibt es nicht: Sie wären zu teuer. Dafür bekommt jedes Haus eine Gartenhütte.

Etwas zu teuer

Die Kosten für das Projekt, das von der „Göttinger milden Stiftung“ finanziert wird, belaufen sich laut Melzer derzeit auf rund zwei Millionen Euro. Das sei etwas zu teuer. Man müsse die Kosten unbedingt noch senken. Zielgruppe sind finanzschwache Familien mit vielen Kindern und Wohnberechtigungsschein, also keinesfalls Problemfamilien, wie die Beteiligten in jüngster Zeit immer wieder erklärten.

Holger Welskop (CDU) bewertete die neuen Pläne positiv. Es habe sich einiges verändert, Anregungen der Bürger seien durchaus aufgenommen worden. Dennoch stelle sich die Frage, warum sich der Prozess so lange hingezogen habe. „Wann geht es denn jetzt los“, fragte Welskop. „Gibt es eine zweite Bürgerbefragung?“ Bisher würden die Nachbarn befürchten, dass gar nichts mehr passiere.

Melzer gab zu, dass tatsächlich „nicht viel passiert“ sei. Die personelle Belastung sei in den vergangenen Jahren aber „extrem hoch“ gewesen. Man arbeite am Limit. „Der Fachbereich ist unterbesetzt, da haben Sie Recht“, pflichtete ihm Tom Wedrins (SPD) bei. Viel wichtiger sei aber die Frage nach einem sozialpolitischen Konzept. „Das ist bisher nicht berücksichtigt“, sagte Wedrins. „Wer soll dort einziehen können?“ Seine Fraktion sei mit dem Entwurf nicht einverstanden, man plädiere beispielsweise für den Bau von nur vier Häusern.

Das sei durchaus möglich, sagte Melzer, man müsse aber die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten. Man werde das Projekt nun nochmals überarbeiten und dann abschließend im Sozialausschuss berichten. Wann dann frühestens gebaut werden könnte, dazu machte er keine Angaben.

Von Andreas Fuhrmann

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