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Verkehrserziehung: Kontrollen im Stadtgebiet Göttingen

„Das habe ich gar nicht gemerkt“ Verkehrserziehung: Kontrollen im Stadtgebiet Göttingen

Martha Jünemann steht etwas zerknirscht neben ihrem Auto in der Straße Am Papenberg. Einige Minuten zuvor ist die 22-Jährige in der Fahrradstraße von der Polizei angehalten worden. „Sie sind dem Fahrradfahrer vor ihnen sehr nah aufgefahren“, sagt Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen.

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Im Visier der Polizei: Radfahrer und Autofahrer in Göttingen – hier in der Straße Am Papenberg.

Quelle: Heller

Göttingen. „Das habe ich gar nicht gemerkt“, entgegnet die 22-jährige Autofahrerin, sieht ihren Fehler aber sofort ein.

Jünemann ist eine von hunderten Verkehrsteilnehmern, die die Polizei am Montag an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet angehalten hat. Ziel der Verkehrskontrollen sei, die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt sind, zu reduzieren, erklären Arnecke und seine Kollegin Jacqueline Emmermann. Im Jahr 2012 seien an 3522 Verkehrsunfällen im Stadtgebiet 310 Radfahrer beteiligt gewesen.

„Das Gros der Unfälle wird dabei durch Autofahrer verursacht“, erklärt Arnecke. Doch auch die Radfahrer seien nicht immer schuldlos. „Traurig“ sei zudem, dass weiterhin viele Radfahrer in Göttingen alkoholisiert unterwegs seien. Im vergangenen Jahr seien es allein 274 gewesen, die mit 1,6 Promille und mehr von der Polizei gestoppt worden seien.

Um betrunkene Radfahrer geht es am Montagmittag aber weniger. Die Polizisten kontrollieren den Zustand der Fahrräder, stoppen Radler, die während der Fahrt telefonieren und erklären Autofahrern, dass in einer Fahrradstraße die Radfahrer das Tempo vorgeben und durchaus nebeneinander fahren dürfen. Strafen werden aber nicht ausgesprochen, dafür rund 130 mündliche Verwarnungen, fasst man alle Kontrollstellen zusammen.

„Wir setzen auf verkehrserzieherische Gespräche“, erklärt Emmermann. Es gehe um Prävention, darum, dass die Verkehrsteilnehmer ihr Verhalten änderten. So darf auch Jünemann weiterfahren. „Ich finde die Kontrollen gut“, sagt die 22-Jährige. „Das ist doch ein ewiger Konflikt mit den Radfahrern und Autofahrern in Göttingen.“

Heute werden die Kontrollen von 11 bis 16 Uhr im Stadtgebiet fortgesetzt. Im Visier der Polizei sind die drei Göttinger Fahrradstraßen, die Innenstadt, der Kreisel Godehardstraße, Groner Tor, Geismar Tor sowie Kreuzbergring und Robert-Koch-Straße. Bei Verwarnungen wollen es die Ordnungshüter diesmal aber nicht belassen.

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