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Verschmutzte Straßen sorgen für Ärger bei Pendlern

Dreckige Fahrbahnen Verschmutzte Straßen sorgen für Ärger bei Pendlern

Dirk Krengel ist „stinksauer“. Seit Beginn der Maisernte seien die Straßen rund um die Biogasanlage Rosdorf immer wieder verschmutzt. Negativer Höhepunkt sei Mittwoch gewesen, als „zwei bis drei Zentimeter Schlamm auf der Rosdorfer Umgehungsstraße im Bereich der Kiesteiche lagen“. 

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„Verschmutzte Fahrbahn“: So schmutzig wie die Rosdorfer Umgehungsstraße sind derzeit viele Straßen. Das birgt Gefahren.

Quelle: Vetter

Rosdorf. Ergebnis: „Mein Auto sieht aus, als ob ich damit die Rallye Paris-Dakar gefahren wäre“, sagt der 49-Jährige aus Sieboldshausen. Zwei Nachbarn von ihm sei es ähnlich ergangen. Auch andere Pendler beschwerten sich beim Tageblatt über die Zustände auf den Straßen. „Ich sehe nicht ein, dass ich die Reinigung bezahle“, sagt Krengel. Er wolle sich nun an die Betreiber der Biogasanlage wenden und auf „Schadensregulierung“ drängen. Er müsse schließlich auch vor seinem Haus sauber machen.

Jan Hampe, Geschäftsführer der Biogas Göttingen GmbH, räumt ein, dass es „Beeinträchtigungen“ durch Schmutz auf den Straßen gab. „Da muss man ehrlich sein, das ist nicht von der Hand zu weisen.“ Dennoch habe man zum Beispiel am Mittwoch schnell reagiert, als es eine „schlimme Phase“ gegeben habe, weil es anfing zu regnen. Umgehend habe man drei Kehrmaschinen eingesetzt. „Die Straßen waren dann wieder sauber“, sagt Hampe.

„Sehr ärgerlich“ seien Reaktionen auf den Unfall gewesen, bei dem am Sonntag ein Audi-Fahrer auf der K 29 zwischen Rosdorf und Obernjesa gegen den Reifen eines entgegenkommenden Treckers geprallt war (Tageblatt berichtete). Die Straße sei an der Stelle, die mehr als einen Kilometer von der Biogasanlage entfernt sei, sauber gewesen. „Wir fühlen uns in keiner Weise verantwortlich für diesen Unfall“, betont Hampe. Laut Polizei ist die Ursache immer noch unklar. Allerdings sei die K 29 zum Zeitpunkt des Einsatzes sehr wohl durch Landmaschinen verschmutzt gewesen, sagte ein Mitglied der Feuerwehr Rosdorf. Sogar für die Helfer selbst sei die Anfahrt schwierig gewesen.

Derweil ist gestern die Maisernte für die Biogasanlage laut Hampe beendet worden. Man werde die Straßen aber auch in den nächsten Tagen noch reinigen, falls dies nötig sei. Eine Entschädigung Krengels lehne er „im Augenblick“ ab.

Tipps vom ADAC
Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gibt Tipps für das Verhalten auf verschmutzten Straßen.
  • Bei Regen und zusätzlichem Erntedreck wird die Straße schmierig. Langsam fahren und Abstand halten, um rechtzeitig reagieren zu können. Denn Schmutz kann auch direkt vom Erntetransporter fallen.
  • Nur absolut sichere Überholvorgänge wagen. Keinesfalls von Dränglern provozieren lassen. Nur als erstes Fahrzeug hinter den Erntetransportern überholen. Wer vom Ende der Schlange ansetzt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben Unbeteiligter.
  • Auch die Fahrer der Erntetransporter stehen in der Verantwortung. Praktisch sind sie sogar verpflichtet, rechts heran zu fahren, wenn sich hinter ihnen bei dichtem Verkehr eine lange Schlange gebildet hat.
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