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Verurteilter Triebtäter macht Region unsicher

Mann flüchtet aus Northeimer Klinik Verurteilter Triebtäter macht Region unsicher

Ein 46-jähriger Patient des Landeskrankenhauses Moringen ist gestern bei einem Außenaufenthalt geflüchtet. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem verurteilten Vergewaltiger.

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Fahndungsfoto: Detlef Schneider trägt inzwischen keinen Schnurrbart mehr, teilte die Polizei mit.  

Der Sexualstraftäter Detlef Schneider war mit Gärtnerarbeiten am sogenannten Festen Haus am früheren Göttinger Landeskrankenhaus (LKH) Moringen betraut. Von dort verschwand der Mann im Laufe des Vormittags. Seitdem fehlt von ihm jede Spur, bestätigt Thomas Spieker, Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums. 

Dem 46-Jährigen waren im Jahr 2007 Vollzugserleichterungen gewährt worden, so dass er im gelockerten Wohnbereich des LKH untergebracht war. Erst im März dieses Jahres hatte die Staatsanwaltschaft außerdem einer weiteren Lockerung zugestimmt: Dem Mann wurde erlaubt, den Weg  zur Gärtnerei in Moringen ohne Begleitung zurückzulegen. Im Auftrag dieser Gärtnerei war er am Dienstag in Göttingen tätig.

Hinweise über Notruf 110

Der flüchtige Detlef Schneider ist 1,88 Meter groß, hat  eine athletische Figur, schwarze Haare und braune Augen. Im Gegensatz zu dem Foto trägt er zurzeit keinen Oberlippenbart. Bekleidet  war er gestern mit einer blauen Latzhose, einem schwarz-weiß-kariertem Holzfällerhemd und einer grünen  Schirmmütze mit der Aufschrift „Jaguar“. Die Fahnder gehen davon aus, dass er sich weiterhin in Südniedersachsen aufhält. Hinweise erhofft sich die Polizei unter dem Notruf 110.

Schneider hatte 1989 im Bereich Oldenburg in einer Imbissbude eine Frau überfallen, beraubt, mit einem Messer attackiert und vergewaltigt. Danach versuchte er, die Frau zu töten. Das Opfer konnte jedoch fliehen. Nach einer Verurteilung wegen Vergewaltigung und Mordversuchs und Feststellung der Schuldunfähigkeit wurde der Mann im LKH Moringen untergebracht. 

Erst Ende vergangenen Jahres hatte es nach diversen einschlägigen Straftaten öffentliche und interne Kritik an Vollzugslockerungen für in Moringen einsitzende Sexualstraftäter gegeben (Tageblatt berichtete). Auch über den jetzigen Vorfall, so Ministeriumssprecher Spieker, werde man vom LKH Moringen „einen genauen Bericht“ anfordern.Wer Detlef Schneider gesehen hat oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann, wird dringend gebeten, über Notruf 110 die Polizei Northeim oder jede andere Dienststelle zu informieren.

Von Matthias Heinzel

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