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Hochhäuser: Keine verschärften Kontrollen

Fünf Hochhäuser Hochhäuser: Keine verschärften Kontrollen

Nach der Brandkatastrophe im Grenfell-Hochhauses in London mit mindestens 80 Toten sieht der Landkreis keinen Bedarf an zusätzlichen intensiven Kontrollen von Hochhäusern. Im Kreisgebiet gibt es fünf Hochhäuser.

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Der ausgebrannte Grenfell-Tower in London.

Quelle: dpa

Göttingen. „Unabhängig von den schrecklichen Geschehnissen in London“, erklärt Verwaltungssprecherin Andrea Riedel-Elsner, „werden diese Objekte bereits bauaufsichtlich und brandschutzrechtlich betreut und durch Brandverhütungsschauen in die Betrachtungen einbezogen.“ Der Landkreis „stellt die Art und Weise der Durchführung seiner Brandverhütungsschauen grundsätzlich nicht in Frage, lässt dem Thema aber angesichts der Vorkommnisse in London eine erhöhte Aufmerksamkeit zukommen“, versichert Riedel-Elsner.

Im Zuständigkeitsbereich der Bauaufsicht des Landkreises Göttingen gibt es insgesamt fünf Hochhäuser, listet die Kreisverwaltung auf. Es handelt sich um folgende Gebäude:

·         Bovenden, Südring 50,

·         Bad Lauterberg im Harz, Hotel Revita,

·         Bad Lauterberg im Harz, Hotel Panoramic (zwei Türme),

·         Osterode am Harz, Im Strange

·         Bad Grund (Harz), Ortsteil Teichhütte.

Hochhäuser im Sinne der Brandschutzverordnungen sind Gebäude mit einer Höhe ab 22 Metern. Maßgebend für die Berechnung ist dabei die Höhe des Fußbodens des obersten Stockwerks.

Bei dem Brand des Londoner Grenfell Towers am 14. Juni dieses Jahres standen bereits kurze Zeit nach Ausbruch des Feuers große Teile der Fassade in Flammen. Die Wärmedämmung bestand aus beidseitig mit Aluminiumblechen verkleideten Polyethylenplatten, also hauptsächlich aus Kunststoff mit einem Schmelzpunkt von 130 bis 145 Grad Celsius. Die Platten sind als "normal entflammbar" eingestuft. Feuerwehrexperten vermuten, dass die Hinterlüftung der Dämmelemente einen Kamineffekt verursachte und so zur schnellen Brandausbreitung beitrug.

In Deutschland sind normal oder schwer entflammbare Materialien als Dämmung für Hochhäuser nicht zugelassen. Unklar ist jedoch, welche Dämmmaterialien für die Verkleidungen in früheren Jahrzehnten verwendet wurden. Die Stadt Göttingen will sich jetzt Informationen über Machart und Material der Dämmung der 17 Hochhäuser im Stadtgebiet beschaffen, um das Sicherheitsrisiko einschätzen zu können.

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