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Verwaltungssprache bürgernaher gestalten

Projekt der Kreisverwaltung abgeschlossen Verwaltungssprache bürgernaher gestalten

Nach drei Jahren Laufzeit hat die Kreisverwaltung Göttingen ihr Projekt „Bürgerfreundliche und verständliche Verwaltungssprache“ (Tageblatt berichtete) jetzt offiziell abgeschlossen. Etwa 40 000 Euro habe das Projekt gekostet, erläuterte Schermann.

Göttingen. Eine stark bürokratisch klingende Sprache schaffe „eine von uns unerwünschte Distanz“ zum Bürger. Insgesamt seien etwa 350 Mitarbeiter und 50 Führungskräfte geschult worden. Das Geld sei gut angelegt, sagte Schermann: „Die Sprache als zentrales Kommunikationsmittel bildet die entscheidende Brücke zwischen Verwaltung und Bürgern.“ Die Verwaltung habe die Aufgabe, „die immer komplexer werdenden Rechtsvorschriften präzise und für den Leser verständlich darzustellen“.

Assistiert von der sprachlichen Unternehmensberatung Sprachwerk, einer Ausgründung der Universität Göttingen, wurden in den drei Jahren Bescheide systematisch überarbeitet und sprachlich vereinfacht. Die Bescheide enthalten nun einfachere, meist kürzere Sätze, erklären Dania Platz und Anke Jaspers von Sprachwerk. Verwaltungstechnische Begriffe seien durch allgemeinverständliche Worte ersetzt worden – so gibt es nun keine „Luftverlastung“ mehr, sondern einen Hubschraubertransport, und das „Oberflächenwasser“ wird zu Regen.

Die Veränderungen durften dabei jedoch nicht die Rechtskraft der Bescheide in Frage stellen. Um dem Rechnung zu tragen, wurden Verweise auf Paragrafen beispielsweise verstärkt in Fußnoten gefasst.
Völlig abgeschlossen sei der Prozess der Vereinfachung der Verwaltungssprache allerdings nicht, erklärte Schermann weiter: Alle Auszubildenden würden entsprechend geschult, weiterhin würden Bescheidtexte unter die Lupe genommen, und es fänden Auffrischungsschulungen statt.

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Kreisverwaltung strebt bürgernahe Verwaltungssprache an

Sperrig, förmlich, bürokratisch und manchmal unverständlich: Bürgernah ist die Sprache der Verwaltungen in Schreiben und Bescheiden eher selten. Der Göttinger Landrat Reinhard Schermann hat ein Projekt ins Leben gerufen, um das zu ändern. Er könne jetzt erste Erfolge verzeichnen, meint Schermann.

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