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Viel Straßen-Licht durch Sensor-Trick

Pilotprojekt Viel Straßen-Licht durch Sensor-Trick

Sie gehen mit und leuchten nur hell auf, wenn sie gebraucht werden. Ihre LED-Lampen strahlen nur dorthin, wo sie sollen. Sie sparen viel Strom und sind bundesweit einmalig: Als erste deutsche Stadt setzt Göttingen seit gestern auf einer Teststrecke sensorgesteuerte Straßenlaternen ein.

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Ist es ruhig, leuchtet die Lampe schwächer. Kommt ein Radfahrer, wird es hell.

Quelle: Hinzmann

Es hat etwas von Zauberei: Geht ein Fußgänger den Nonnenstieg hoch, leuchten die Laternen an der rechten Seite richtig hell auf – immer drei voraus. Bleibt die Straße leer, dimmen sie ihr Licht eine Minute später auf ein angenehmes Restlicht runter. „Bewegtes Licht“ nennen die Philips AG, der Stromkonzern Eon und die Stadt die neue Technik. Gemeinsam testen sie seit gestern 15 dieser neuen Laternen. Die besonderen Merkmale: Sie sind so eingestellt, dass nur Straße und Fußweg gut beleuchtet werden – Himmel und Häuser bleiben im Dunkeln. Sensoren an jeder Laterne registrieren, ob ein Verkehrsteilnehmer kommt und geben die Info an die nächsten beiden Laternen weiter.

Sofort geben die 31-Watt-Lampen 100 Prozent Licht. Werden sie nicht gebraucht, wird ihre Stromleistung und damit ihr Lichtschein langsam auf 20 Prozent (etwa 6 Watt) gedimmt. Das bedeutet: Auch Stromverbrauch, CO2-Ausstoß und die Kosten werden um 80 Prozent gesenkt. In Göttingen lohnt sich das: Die Stadt zahlt im Jahr etwa eine Million Euro für Laternenstrom.

24 000 Euro haben die Projektpartner in das „Bewegte Licht“ investiert. Drei Test-Projekte mit anderen Techniken werden folgen. Das Bundesumweltministerium fördert alle drei mit 105 000 Euro, 40 Prozent der Gesamtinvestition. Es ist der Lohn für einen Spitzenplatz im Wettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Gerade in diesem Bereich sehe Göttingen „ein sehr hohes Einsparpotenzial“, sagte gestern Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD).

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