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Viele Bedenken gegen Holzhackheizanlage

Protest Viele Bedenken gegen Holzhackheizanlage

Schulen, Seniorenanlage, Stadthalle, Freibad und andere Einrichtungen könnten in Dransfeld durch eine zentrale Heizanlage versorgt werden. Ein Dransfelder Unternehmer will eine Holzhackanlage errichten. Anwohner protestieren aber gegen den Standort Festplatz.

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Die Bedenken gegen eine Heizanlage, befeuert mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz, auf dem alten Festplatz am Kestenmühlenweg sind offenbar groß. Gleich 30 Besucher im Stadtentwicklungsausschuss am Montagabend äußerten überwiegend Unmut über die Pläne. Zusätzlicher Lkw-Verkehr, Emissionen und Lärm werden befürchtet.

Noch ist nichts entschieden. Allerdings soll die nächste Änderung des Flächenutzungsplanes der Samtgemeinde auch einen Bereich des Festplatzes einschließen, um die Errichtung einer Heizanlage zu ermöglichen. Das Verfahren ist eingeleitet, eine öffentliche Beteiligung steht noch aus.

Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag gestellt, die Errichtung einer Anlage zu prüfen. Als Standort käme der Festplatz am Kestenmühlenweg in Frage. Auf relativ kurzen Wegen könnten die öffentliche Einrichtungen im Norden und auch das Freibad im Süden an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden. Dem Dransfelder Unternehmer Lars Grünewald zufolge, der interessiert ist, solch eine Anlage zu errichten und zu betreiben, würden 200 Quadratmeter des rund 7500 Quadratmeter großen Platzes ausreichen. Die Anlage hätte voraussichtlich eine Feuerungsleistung von 600 Kilowatt und die Größe einer Garage, zusätzlich eine Lagerfläche von 100 Quadratmetern. Grünewald rechnet mit 60 Lkw-Anlieferungen im Jahr. Wärmelieferung auch an Private sei denkbar. Emissionen würden sich in jedem Fall verringern. In Jühnde steht eine ähnliche Anlage. Grünewald hatte bereits vor zwei Jahren eine Anlage im Gewerbegebiet an der Bundesstraße 3 geplant, allerdings mit Stromproduktion und Schredderanlage.

Landkreis prüft Anschluss

Bei einem ersten Erörterungstermin mit dem Landkreis gab es keine grundsätzlichen Bedenken. Die Kreisverwaltung prüft einen Anschluss der Haupt- und Realschule. Die Stadt Dransfeld könnte sich an einer Betreibergesellschaft beteiligen und das Grundstück einbringen.

Jan-Thomas Geyer (CDU) bemängelte im Ausschuss, dass es noch zu wenig konkrete Informationen gebe. Der Festplatz sei für ihn kein Standort. Noch gebe es keine Festlegung, so Volker Muth (SPD). Das Thema wird den Ausschuss weiter beschäftigen.

Von Gerald Kräft

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