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Viele Rüben, wenig Raps

Erntebilanz 2017 Viele Rüben, wenig Raps

Die Ernte 2017 in Südniedersachsen ist weitgehend eingebracht. Starke Regenfälle haben es den Bauern nicht leicht gemacht.

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Die Maisernte 2017 ist erledigt

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Die Ernte in der Region Südniedersachsen ist quasi abgeschlossen. „Nur vereinzelt stehen noch ein paar Zuckerrüben auf dem Acker”, sagt Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolkverbandes Göttingen. Die ergiebigen Niederschläge der letzten Monate haben Landwirte aber vor erhebliche Herausforderungen gestellt: das teilte das niedersächsische Landvolk mit. Anders als in anderen Landstrichen Niedersachsens hätten es die meisten Bauern Göttingen in der Region aber bereits geschafft, ihre Ernte einzubringen, so Hübner.

Und die fiel in diesem Jahr im Durchschnitt gar nicht mal schlecht aus. Bei den Rüben, so Hübner, sehe es von der Ertragsmenge her sogar „richtig gut aus”. Seine Angaben beziehen sich auf das Mittel, erklärt er, bei einzelnen Betrieben können es natürlich ganz andere Ergebnisse geben. Bis zu 700 Liter Regen seien laut Hübner im laufenden Jahr gefallen. Das sei von der Menge her zwar relativ normal, die Verteilung aber habe den Bauern massive Probleme bereitet. Gerade zu Beginn der Weizenernte im Sommer habe es nach längerer Trockenheit viel zu viel Regen - und Hochwasser - gegeben. „Bis hin zum Totalausfall der Ernte” so Hübner. Auf den durchnässten Boden haben die schweren Erntemaschinen tiefe Spuren hinterlassen. „Das wünscht sich kein Landwirt“, so der Fachmann. Dennoch, so Hübner weiter, sei die Getreideernte „unauffällig” verlaufen, die Erträge seinen „durchschnittlich am oberen Rand” ausgefallen. Aber auch hier gebe es unter den Betrieben große Unterschiede. Beim Raps, so Hübner, sei die Lage schlechter. Bis zu einem Drittel weniger habe die Ernte 2017 gebracht.

Auch die Maisernte musste sich dem Wetter fügen. „Gerade als wir beispielsweise für die Biogasanlage Rosdorf am 4. Oktober mit der Maisernte beginnen wollten, hat es wieder angefangen zu regnen”, so Hübner. Zehn Tage lang hätten die Landwirte warten müssen, bis sie endlich loslegen konnten. Die Landwirte und Lohnunternehmer, die die schweren Maschinen fahren, hatten dann in zwei Schichten und mit Arbeitszeiten gegen Mitternacht eine anstrengende Ernte zu bewältigen. Hübner: „Die Nerven lagen blank”. Am Ende aber sein man mit einem „blauen Auge” davon gekommen. Auch die Maisernte sei am Ende des Jahres dann doch mittel bis gut ausgefallen. Mindestens genauso wichtig wie die Erträge sind die Preise. „Die sind in diesem Jahr normal”, sagt Hübner. Alles im allen habe er auch von seinen Kollegen erfahren: „Die gefühlte Lage ist schlechter als die tatsächliche.”

Schwieriger ist laut Landvolk die Erntesituation im Norden Niedersachsens. Solche erschwerte Erntesituationen habe es zuletzt in den Jahren 2001 und 1998 gegeben, aber vor 16 Jahren sei immerhin die Ernte noch unter Dach und Fach gekommen. Dieses Ziel sei zurzeit noch nicht absehbar.

Von Britta Bielefeld

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