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Hochburg der Taschendiebe

Kriminalstatistik Hochburg der Taschendiebe

Die Stadt Göttingen gilt als gefährliche Taschendiebstahl-Hochburg: Im vergangenen Jahr gab es 118 Taschendiebstähle pro 100000 Einwohner– deutlich mehr als im Bundesschnitt.

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Quelle: shopping.de

Göttingen. Das hat das Online-Einkaufsportal shopping.de ermittelt. In der Taschendiebstahl-Rangliste mit bundesweit 402 Städten und Landkreisen steht Göttingen damit auf Platz 84.

Unangefochtener Spitzenreiter in Sachen Taschendiebstähle ist Düsseldorf. Dort wurden im vergangenen Jahr 1314 Taschendiebstähle pro 100000 Einwohner registriert. Es folgen die Großstädte Berlin (1271 Diebstähle pro 100000 Einwohner) und Hamburg (1032 Diebstähle pro 100000 Einwohner). Die wenigsten Taschendiebstähle gab es in Greiz (fünf Taschendiebstähle absolut), dem Unstrut-Hainich-Kreis (ebenfalls fünf) und in Hildburghausen (drei). Relativ beträgt hier das Risiko, opfer eines Taschendiebstahls zu werden, gerade mal ein Zwanzigstel des Bundesdurchschnitts.

Bei der relativen Häufigkeit von Taschendiebstählen befindet sich Göttingen in unmittelbarer Nachbarschaft der Städte Bremerhaven, Baden-Baden, Schwerin und Worms. In Kassel ist das Risiko deutlich höher: Dort wurden 294 Taschendiebstähle pro 100000 Einwohner gezählt. Für Hannover liegt die Zahl bei 211.

Unter den 16 Bundesländern liegt Niedersachsen auf Platz sieben und damit im Mittelfeld. Am stärksten von Taschendieben behelligt werden die Berliner mit einem 6,3-fachen Risiko im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, die statistisch geringste Belastung gibt es in Thüringen, wo nur ein Siebtel des Bundesschnitts registriert wurde.

Die Göttinger Quote bedeutet, dass das Risiko, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, hier 1,3-mal so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt. In Düsseldorf ist das Risiko 14,5-mal so hoch.

Fast durchweg machen Nichtdeutsche einen erheblichen Teil der Tatverdächtigen aus. In Göttingen waren das im vergangenen Jahr 64,3 Prozent aller Verdächtigen. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt waren 49,5 Prozent aller Tatverdächtigen nichtdeutscher Herkunft. Der Anteil von Ausländern an der gesamten Bevölkerung in Deutschland betrug 2016 gut 20 Prozent.

In dieser Statistik ist die Bandbreite weit gefächert. So gibt es eine ganze Reihe von Städten, in denen 100 Prozent aller Tatverdächtigen nichtdeutsch sind – beispielsweise Delmenhorst, Heilbronn, Erlangen oder Cloppenburg. In Remscheid, Mülheim, Speyer, Ulm, Baden-Baden, Rosenheim, Dessau oder Straubing hingegen war kein einziger Tatverdächtiger ein Ausländer – trotz einer teils erheblichen Anzahl von Taten.

Von Matthias Heinzel

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