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Vier Verletzte, acht beschädigte Häuser

Großbrand Vier Verletzte, acht beschädigte Häuser

Eine verletzte Mieterin, elf obdachlos gewordene Bewohner, drei verletzte Feuerwehrleute und ein Schaden, der in die Millionen geht. Das ist die Bilanz eines Großbrandes in der Northeimer Altstadt, wo am Montagmorgen, 6. April, drei Fachwerkgebäude vollständig zerstört und fünf weitere durch Feuer, Rauch und Löschwasser teils schwer beschädigt wurden.

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Verheerender Brand in der Altstadt: die Obere Straße und die Hagenstraße in Northeim aus der Luft.

Quelle: dpa

6.13 Uhr in der Oberen Straße. Gerade geht die Sonne hinter der Stadtmauer auf. Gleich danach verdunkelt ich der Himmel über der Innenstadt wieder – durch Rauch. Ein Anwohner hat Flammen in einer Garage gegenüber der Mauer am Wall entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Als die eintrifft, steht nicht nur das Fachwerkgebäude mit der Garage in Flammen. Diese haben auch auf eine daneben liegende Werkstatt übergegriffen und über den bebauten Hinterhof auf ein weiteres Gebäude in der Hagenstraße übergeschlagen. Großalarm wird ausgelöst, auch die Berufsfeuerwehr Göttingen wird gerufen.

Zwei Kilometer Löschleitung

Gegen 8.45 Uhr melden die rund 150 Feuerwehrleute das Feuer unter Kontrolle. Einen regelrechten  Wasserriegel rund um die in Flammen stehenden drei Gebäude musste gelegt werden. Um die Wasserversorgung der Stadt nicht zusammenbrechen zu lassen, legen freiwillige Wehren gut zwei Kilometer Schlauchleitung quer durch die Innenstadt vom Rhumekanal bis zur Brandstelle. Fünf Nachbarhäuser werden durch Rauch und Löschwasser schwer geschädigt. 

Gegen Mittag steht fest: Drei Häuser sind nicht mehr zu retten. Das Technische Hilfswerk hat schon begonnen, sie einzureißen. Der Rest ist vom Einsturz gefährdet. Deshalb können Brandexperten noch nicht in die Garage, von der das Feuer ausging. Die Brandursache ist völlig unklar. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt und erlitten einen Rippenbruch, einen ausgeschlagenen Zahn und eine Rauchgasvergiftung. Die restlichen Kollegen, viele im schweren Atemschutz, andere nach stundenlangem Kampf von den drei eingesetzten Drehleitern, werden mit Verpflegung versorgt. Auf mehr als 200 Freiwillige ist die Zahl der Helfer inzwischen angestiegen. Die einsturzgefährdeten Ruinen so abzustützen, dass Brandexperten ihre Arbeit beginnen können, steht den Feuerwehrleuten noch bevor.   

Ein Video finden sie hier.

                                                                                                                                                    Von Jürgen Gückel

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