Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Vier oder fünf Gedenkstätten im Dreiländereck

Gemeinsame Vermarktung Vier oder fünf Gedenkstätten im Dreiländereck

Noch ist nicht klar, ob sie zu viert oder zu fünft sein werden. Vorerst sind es vier Erinnerungsstätten in zwei Bundesländern, die sich in dieser Woche in Nordhausen als gemeinsames zeitgeschichtliches Zentrum präsentierten.

Voriger Artikel
Christian Rach: Eröffnung von "Franks Piraterie"
Nächster Artikel
Göttinger Kinderuni: Bienen, Maya und Springbohnen

Museum Friedland im Werden: Beim Tag der offenen Tür war der Bahnhof schon illuminiert.

Quelle: Gückel

Friedland/Nordhausen. Mit dem privatrechtlich organisierten, von einem Verein getragenen Grenzmuseum Schifflersgrund bei Bad Sooden-Allendorf könnte ein fünfter, ein hessischer Partner hinzu kommen, der das dritte Bundesland (Hessen) und die Geschichte der amerikanischen Besatzungszone beisteuert.
Ein interessanter Ansatz“, sagt Wolfgang Ruske, Vorsitzender vom Schifflersgrund, „neben englischer und russischer Besatzung auch die amerikanische Zone zu zeigen.“

Friedland, wo sich die Flüchtlingsströme einst trafen, war schließlich Ziel derer, die aus KZ und russischer Besatzungszone über die innerdeutsche Grenze in den Westen strömten.

Vorerst aber präsentieren die Flugblätter, die seit dieser Woche „Erinnerungsorte zwischen Harz und Leine“ vorstellen, nur vier zeitgeschichtliche Einrichtungen. Das sind die KZ-Gedenkstätte Moringen, die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora bei Nordhausen, das Grenzlandmuseum Eichsfeld und das Grenzdurchgangslager Friedland, das in den nächsten Jahren zu einem großen Museum zu Flucht und Vertreibung ausgebaut wird.

Das Aussehen wird geplant

In dem Flyer heißt es: „Die NS-Herrschaft und als ihre Folge die deutsche Teilung prägten im 20. Jahrhundert die niedersächsisch-thüringische Grenzregion. Gedenkstätten und Museen erinnern an historischen Orten an diese Zeit.“

Und das soll künftig auch touristisch genutzt werden. Wer das KZ-Buchenwald-Außenlager Mittelbau Dora besucht, die berüchtigte unterirdische Produktionsstätte der V2-Raketen, in der sich tausende Zwangsarbeiter zu Tode schuften mussten, der soll auch die Schrecken der Grenze kennen lernen und schließlich Friedland als Tor zur Freiheit und Symbol des Neubeginns besuchen.

So stellen es sich das thüringer Kultus- und das niedersächsische Innenministerium vor, die als Träger der Einrichtungen die Kooperationspläne präsentierten. Wie das Friedländer Museum dereinst aussehen soll, das wird gerade geplant. Die Gemeinde bearbeitet soeben den Bebauungsplan und stellt ihn am Donnerstag, 14. Februar, 19 Uhr, in der Ortsratssitzung vor.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Die schönsten Schneebilder unserer Leser
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt