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Vom Kuscheltier zur Kaninchen-Sülze

Zucht: Hobby und Ernährung Vom Kuscheltier zur Kaninchen-Sülze

Das Kaninchen ist ein Nutztier, da nagt kein Stallhase den Faden ab. Nicht wegen der berühmten Dransfelder Hasenmilch, sondern nach wie vor als Fleischlieferant, werden in Dransfeld und Umgebung – unter Züchtern als Zuchtbereich F 26 bekannt – kuschelige Kaninchen gehalten. Da kann ein neues Mitglied des F 26 überaus willkommen sein, wenn es Fleischer ist.

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Erfolgreiche Züchter: Vereinsmeister Walter Wegner mit Castor Rex (links) und Vizemeister Oliver Pagel mit Marder Rex braun.

Quelle: Heller

Dransfeld. Und so ein neues Mitglied hat der 21  aktive und 14 passive Züchter starke Verein von 1929. Darum gab es erstmals „fleischige Kaninchenerzeugnisse“ wie Kaninchen-Mettwurst oder -Sülze zu kosten, als  F 26 zur alljährlichen „Rassekaninchenzüchtervereinsausstellung“ in die Stadthalle einlud. Wessen Zuchtergebnisse nicht den Erwartungen entsprachen, konnte seine Lieblinge schon einmal zum nächsten Schlachtfest anmelden – freilich immer nur für den Eigenbedarf. Es kann ja nicht immer nur Kaninchenbraten sein.

Allerdings – noch immer gilt unter Züchtern: Was einen Namen trägt, wird nicht gegessen. Und die schönsten Rasseexemplare dürfen bei vielen der Züchter auch alt werden. Sein erstes Kaninchen, erzählt Jens Quentin, der Vorsitzende des Vereins, hieß Max, kam auch nie auf den Tisch und wurde begnadete 14 Jahre alt.

Lediglich vier, fünf Monate alt sind hingegen die jüngsten Exemplare der Ausstellung. 170 Tiere aus 30 Rassen von 25 Züchtern wurden gezeigt, darunter Deutsche Riesen mit bis zu zehn Kilogramm Gewicht, aber auch Farbenzwerge mit gerade einmal einem Kilogramm.

Der jüngste Züchter, Marcel Gesterling, ist zwölf und mit fünf schön gezeichneten rheinischen Schecken am Start. 66 Jahre älter ist Paul Wiesenmüller, der Senior der Aktiven. Das Hobby, so zeigt sich, kann einen Kaninchenfreund das ganze Leben lang begleiten, und in jedem Jahr kann man Vereinsmeister mit den schönsten Exemplaren werden.

Das wurde diesmal Walter Wegener mit einem Castor Rex vor Oliver Pagel mit einem Marder-Rex. Auch Marcels Schecken wurden hoch anerkannt. Der zwölfjährige Nachwuchszüchter wurde Jugendmeister, Nils Ullrich sein Vize mit vier Tieren der Rasse Farbenzwerge Hav-Loh. Die besten Häsinnen und Rammler erzielten übrigens 97,5 von 100 möglichen Punkten – Garantie, nicht so bald den vorbestimmten Weg aller Nutztiere zu gehen.

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Rassekaninchenzüchter

Es ist die Stunde der Wahrheit für das Widderzwergweißrotauge mit der Vereinsnummer F144. Während einer seiner flauschigen Kollegen noch seelenruhig im Käfig schlummert, wird es genauestens gewogen, vermessen, angehoben und betastet. Das Schlappohr hat Glück, es bringt seinem Züchter 97,5 Punkte ein – Note „vorzüglich“ also. Auf der Duderstädter Rassekaninchenschau darf es sich mit seinen Idealmaßen präsentieren.

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