Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Von Dezember bis Februar nur 80 Stunden Sonnenschein über Göttingen

Seit 86 Jahren war kein Winter so dunkel Von Dezember bis Februar nur 80 Stunden Sonnenschein über Göttingen

Endlich wieder Licht und Wärme auf der Haut, endliche wieder Sonne. Wenigstens am Sonnabend hat sie jeden Südniedersachsen herausgelockt. Und auch für die neue Woche stehen die Chancen auf viel Sonne gut. Dass die meisten langsam die Nase voll haben von trüben Wolken tagein und tagaus verwundert nicht:

Voriger Artikel
Schläge im und vor dem Savoy Göttingen
Nächster Artikel
Vier Fahrzeuge verschwunden: Autodiebe in Göttingen unterwegs

Düster und grau: In diesem Winter konnte die Sonne den Wolkenhimmel nur selten durchbrechen, da war selbst ein Spaziergang am Kiessee trüb.

Quelle: CR

Göttingen. Dieser Winter war der sonnenscheinärmste und damit dunkelste seit Meteorologen in Göttingen Wetterdaten aufzeichnen – seit 1927 , also seit 86 Jahren.

Alleine im Februar ließ sich die Sonne an 14 Tagen überhaupt nicht blicken. Zugleich war „der Dezember zu nass, der Januar und Februar hingegen zu trocken“, fasst Harald Frischtatzky von der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes in Geismar den meteorologischen Winter über Göttingen zusammen.

Schön war dieser Winter wirklich nicht: Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 1,1 Grad Celsius war er zu warm – üblich sind 0,7 Grad. Trotz dieser hohen Mitteltemperatur über die drei Monate gab es andererseits auch 54 richtige Frosttage und 25 sogenannte Eistage – vor allem Anfang Dezember und Mitte Januar. Im Gegenzug kletterte die Temperatur Ende Januar schon mal auf 13 Grad über Null.

Schnee, aber wenig Winterspaß

Und Schnee? Den haben Frischtatzky und seine Kollegen „als zumindest durchbrochene Decke“ immerhin an 42 Tagen notiert, der meteorologische Soll-Wert beträgt 35 Tage. Aber nur am 22. und 23. Januar lag der Schnee mit zehn Zentimetern hoch genug für echten Winterspaß. Das hätten viele ertragen, wenn wenigstens die Sonne dazu gelacht hätte.

Aber sie blieb meistens versteckt und schien in den drei Wintermonaten nur 80,2 Stunden, 65 Stunden weniger als sie eigentlich sollte. Als sogenannten Sollwert haben die Wetterexperten über viele Jahre 144,9 Sonnenscheinstunden errechnet.

In ihrer Wetterbilanz zum Winterende haben die Wetter-Beobachter den Februar auch separat bewertet und fassen zusammen: insgesamt etwas zu kalt, zu trocken und – ebenfalls – sehr sonnenscheinarm. Obwohl am Monatsanfang noch milde Meeresluft das Februarwetter bestimmte und dann 19 Frosttage folgten, beträgt die errechnete Durchschnittstemperatur der 28 Februartage 0,1 Grad Celsius.

Dieser Wert liegt gerade einmal 0,6 Grad unter dem langjährigen Klimawert. Und es hat deutlich weniger geregnet: Gut 39 Liter auf einem Quadratmeter sind üblich, der Februar 2013 brachte aber nur 32,7 Liter.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Frost und Schneefall

Seit Montag schneit es in Göttingen und der Region zwar nur leicht, dafür aber ununterbrochen. Es kam zu nur leichten Beeinträchtigungen für Autofahrer und Fußgänger, während Teile Europas zum Teil im Winterchaos versanken.

mehr
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 9. bis 15. Dezember 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt