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Von Fischen und Tsunamis, Reitern und Mongolen

Kinder-Uni Von Fischen und Tsunamis, Reitern und Mongolen

Von verheerenden Tsunamis und schnellen Pferden, von stolzen Nomaden der Mongolei und den unerforschten Weiten der Tiefsee – die Themenvielfalt bei der Abschlussveranstaltung der Göttinger Kinder-Uni im laufenden Wintersemester war groß. Sechs Teilnehmer hatten dazu vier Referate für ihre Kommilitonen vorbereitet.

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Interessiertes Publikum: Rund 250 Zuhörer kommen zum Abschluss des Semesters.

Quelle: Hinzmann

Die beiden elfjährigen Beret Höpfner und Myriam Wadsack haben sich mit Tsunamis befasst, jenen riesigen Meereswellen, die die Kraft haben ganze Küstengebiete zu verwüsten. „Tsunami bedeutet Hafenwelle und setzt sich aus den beiden japanischen Wörtern Tsu für Hafen und Nami für Welle zusammen“, erklärt Beret. Die Riesenwellen können durch Erdbeben, Vulkanausbrüche oder gar durch Meteoriteneinschläge entstehen. Sie bewegten sich mit hoher Geschwindigkeit und könnten eine Höhe von bis zu 60 Meter erreichen, wissen die beiden Expertinnen. Und die Kraft der Wellen ist zerstörerisch. So kommen am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 rund 230 000 Menschen durch einen durch ein Erdbeben verursachten Tsunami ums Leben.

Ein ganz anderes Thema haben sich die zehnjährige Maya Weimann und die neunjährige Thanya Schocke aus Moringen ausgesucht: Pferde und Sport. Maya kennt sich aus. Sie erzählt von verschiedenen Pferdezüchtungen für die verschiedenen Sportarten, von Dressur- und Sprungpferden, von Distanz- und Vielseitigkeitspferden. Bei der Erläuterung der einzelnen Gangarten Schritt, Trab und Galopp steht ihr Thanya helfend zur Seite, die grazil die Gangarten im großen Hörsaal nachahmt. Pferd und Reiter müssen eine Einheit bilden, weiß Maya. „Gute Pferde geben alles für ihren Reiter“, sagt die Springreiterin. Der Reiter müsse nach und nach eine Beziehung mit dem Pferd aufbauen.

Die Mutter von Miriam Bückert stammt aus der Mongolei. Sie selbst war auch schon einmal in dem rund 8000 Kilometer entfernten Land zwischen Russland und China. In ihrem kurzen Referat ging die Göttingerin auf das Leben der Nomaden in dem dünn besiedelten Land ein. „Nomaden leben in Jurten“, sagt Miriam. Das seien riesige Zelte, in denen eine ganze Familie Platz zum Wohnen findet, die sich aber zugleich schnell und leicht auf- und abbauen lassen.

Das Nationalfest der Mongolen heißt Naadam, bei dem Athleten im Bogenschießen, Ringkampf und Ringen gegeneinander antreten. „Der berühmteste Mongole heißt Dschingis Khan“, sagt Miriam. Ihm sei es gelungen, die verschiedenen mongolischen Stämme zu vereinen und durch Eroberungen das mongolische Weltreich errichtete.
Der neunjährige Jonah Kömen nahm seine Zuhörer mit in die Weiten der Tiefsee. „Ab einer Tiefe von 1000 Metern gibt es wenig Licht, viel Druck, wenig Nahrung. Und es ist kalt. Zwischen zwei und vier Grad“, erklärte er dem staunenden Publikum. Aber es gibt bizarre Lebewesen dort unten – Anglerfische, Riesenkalmare, Bombenleger, Seespinnen und gewaltige Quallen. „Viel ist noch nicht über die Tiefsee bekannt“, sagt Sascha. „Erst ein Bruchteil von ihr ist bisher erforscht.“

Kinder-Uni-Organisator Peter Brammer lobte die „kleinen Professoren“: „Das ist mutig und toll von euch.“

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