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Von Stadt Göttingen sichergestellter Chemie-Abfall soll Kosten decken

Tauziehen um Tantal Von Stadt Göttingen sichergestellter Chemie-Abfall soll Kosten decken

Er ist zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er in Grone ein illegales Chemikalienlager betrieb, das am 2. März 2012 in Flammen aufging. Dem Gefängnis kann der 43 Jahre alte Chemiker Peter L. entgehen, wenn er als Bewährungsauflage den entstandenen Schaden ausgleicht.

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Folgen eines verheerenden Brandes in einem illegalen Chemikalienlager: Die Grone verfärbt sich am 2. März 2012 giftig grün.

Quelle: DPA

Göttingen. Das könnte er, wenn er das vom Brand verschonte Tantal, ein besonders seltenes und wertvolles chemisches Element aus der Vanadiumgruppe, zu Geld macht. Doch das Tantal hat die Stadt Göttingen beim Aufräumen der Brandruine sichergestellt – und gibt es nicht mehr heraus.

Jetzt soll das Tauziehen ums Tantal im Verwaltungsgericht entschieden werden, zunächst im Mediationsverfahren. Das hat dessen Präsident, Thomas Smollich, am Mittwoch vor Journalisten angekündigt. Hinter verschlossenen Türen wollen die Stadt Göttingen und der mehrfach straffällige Chemie-Unternehmer mit der Moderation eines Richters über die Verwertung des Tantal verhandeln.

Nach einem Großbrand in einem illegalen Chemikalienlager im Industriegebiet in Grone hat sich der angrenzende Bach Grone grün verfärbt.

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Über die Position der Stadt in diesem Streit ist auf Anfrage nichts zu erfahren. Man habe vor der Mediation Stillschweigen vereinbart. Die Position des Verurteilten ist klar.

Ihm wurden nicht nur 10 000 Euro Buße zu Gunsten einer gemeinnützigen Einrichtung auferlegt, sondern er hat auch das Tantal zu Geld zu machen, um der Stadt zu zahlen, was die nach dem Brand an Kosten für die Beseitigung der Schäden und Ersatzmaßnahmen hatte.

Das sind laut Auskunft der Stadt 180 000 Euro. Der Wert des Tantals wiederum wird auf rund 280 000 Euro geschätzt. Von einer Einigung wird es abhängen, ob L. doch noch in den Knast muss.

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Tarifverhandlungen beendet
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Am Ende ging es schneller als erwartet: Arbeitgeber und Gewerkschaft in der Chemie haben schon in zweiter Verhandlungsrunde eine Tarifeinigung erzielt. Damit setzen sie eine erste Messlatte für das Tarifjahr 2014.

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