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Waisenhauskapelle in Nörten eröffnet

Winterkirche Waisenhauskapelle in Nörten eröffnet

Die Hardenbergsche Waisenhauskapelle ist für die Nörtener geöffnet worden. Am Sonntag hat Pastor Wolfgang Schillak den ersten Gottesdienst der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde dort abgehalten. Ab Januar zieht die Winterkirche in die gräfliche Kapelle.

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Heimliches Wahrzeichen von Nörten: das Waisenhaus gegenüber der Christuskirche.

Quelle: Heller

Für Wolfgang Schillak, Pastor der evangelisch-lutherischen Emmaus-Gemeinde Nörten mit der Kapellengemeinde Bishausen, löst sich mit der Öffnung der Kapelle ein Problem. Vor allem, um Heizkosten zu sparen, habe die Gemeinde eine Winterkirche im Gemeindehaus eingeführt. Doch vielen Kirchgängern sei dort der Rahmen nicht feierlich genug. So blieben sie im Winter lieber zu Hause. In einem Gespräch mit Carl Graf von Hardenberg habe dieser die Waisenhauskapelle für die Winterkirche angeboten, freut sich Schillak.

Mit der Christuskirche genau gegenüber sei die nachbarschaftliche Beziehung ein deutliches Stück enger und lebendiger geworden, spricht der Pastor für die Menschen im Ort. Viele Nörtener wünschten sich schon lange, die Kapelle von innen ansehen zu können, sei ihm in Gesprächen deutlich geworden. Zum ersten Mal am vergangenen Sonntag und künftig im Rahmen der Winterkirche ist das nun für alle möglich.

Die Kapelle war bisher der gräflichen Familie für ihre Gottesdienste vorbehalten. Für Taufgottesdienste sei sie auf Nachfrage schon geöffnet worden, erzählt der Archivar der Realgemeinde Nörten, Hans-Hermann Hüter. So ist auch ein kleiner Anverwandter Hüters in den vergangenen Jahren dort getauft worden. Seine Führung für den ökumenischen Kirchenkreis Nörtens mit Start am Waisenhaus sei ein Auslöser für die weitere Öffnung gewesen, glaubt der Ortshistoriker.

Laut Hüter ist die gräfliche Kapelle Ende des 18. Jahrhunderts ins Waisenhaus gezogen. Nachdem man 1710 das neue Schloss am Burgberg bezogen hatte, wurde zunächst dort in einem Seitenflügel Gottesdienst gehalten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte der Umzug der Kapelle ins Waisenhaus – mit Altar und Kanzel aus der alten Burgkapelle von 1630. Beides sei nach der Krypta der Klosterkirche Marienstein, so Schillak, „das Bedeutendste, was wir in ganz Nörten haben.“

Im Rahmen der Winterkirche zieht die Emmaus-Gemeinde ab Sonntag, 17. Januar 2010, für die Gottesdienste im Gemeindegebiet in die Waisenhauskapelle.

Von Ute Lawrenz

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