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Wald am Rand der Landesstraße 568 gelichtet

Fällarbeiten Wald am Rand der Landesstraße 568 gelichtet

Nur noch wenige Minuten wird die große Buche an der Leitplanke stehen. Schon steuert sie der Bagger an, ein Greifkopf umfasst ihren Stamm im oberen Drittel. Die eingebaute Säge setzt sich in Gang. Es dauert nur Sekunden, bis der Baggerarm unter dem Gewicht der Baumkrone schwankt. An der gegenüberliegenden Straßenseite legt er seine Last ab. Mit einem Fällbagger, einem sogenannten Power Cut, hat eine Spezialfirma im Auftrag der niedersächsischen Landesforsten und dreier weiterer Waldbesitzer an der Landesstraße 568 zwischen Reinhausen und Bremke, den Waldrand gelichtet.

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Fällarbeiten mit Maschinenkraft: Der Bagger umfasst den Baum, sägt ihn durch und legt ihn ab.

Quelle: Hinzmann

Reinhausen. „Das war wegen der Verkehrssicherung notwendig“, erläutert Harald Höhne, warum auf fünf bis sechs Meter breiten Streifen links und recht der Fahrbahn der Baumbewuchs weichen musste. „Wir hatten dort immer Probleme mit altem Baumbestand und Totholz, das auf die Straße fiel.“ Aus Sicht des Revierförsters hatten die Arbeiten einen optischen Nebeneffekt: Autofahrer könnten zwischen den verbleibenden Bäumen hindurch wieder ins Tal blicken. Auf die Fahrbahn falle mehr Licht. „Die Straße wirkte ja schon wie ein Tunnel“, sagt Höhne.

Im vergangenen Jahr war die für Dezember geplante Maßnahme verschoben worden, weil es ob der beabsichtigten Vollsperrung Proteste hagelte. Wegen der schweren Maschinen, die auf schwierigem Untergrund und zum Schutz einer denkmalgeschützten Stützmauer am Fahrbahnrand ausschließlich auf der Straße manövrieren konnten, war die Sperrung jedoch aus Sicht der Landesforsten unumgänglich.

Zur Herstellung der Verkehrssicherheit finden derzeit Baumfällarbeiten auf der Landesstraße 568 zwischen Reinhausen und Bremke statt. ©Hinzmann

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Zudem, sagt deren Sprecher Michael Rudolph, habe die Firma am Rand der gesperrten Strecke das Holz gelagert und gleich für die Vermarktung aufbereitet: als Holzhackschnitzel für die Energiegewinnung und Stammholz für holzverarbeitende Betriebe. Was laut Höhne im Idealfall dazu führe, das die Kosten für die Baumfällungen ausgeglichen werden könnten. 

Vom 20. Oktober an war die Strecke zwischen Reinhausen und Bremke in zwei Abschnitten gesperrt: Das in der Mitte gelegene Waldschlösschen sollte jederzeit erreichbar sein. Nicht alle Autofahrer hatten Verständnis. Viele hätten verärgert reagiert, erzählen die Forststudenten Sandra Kelleter und Erik Ossowski, die als Praktikanten der Landesforsten zeitweise die Absperrungen bewachten. Von Sonntag an soll der direkte Weg von Reinhausen nach Bremke wieder freigegeben werden: Die Arbeiten werden am Sonnabend abgeschlossen.

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