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Warnung vor Giften in Getränkeflaschen

Göttinger Giftinformationszentrum-Nord Warnung vor Giften in Getränkeflaschen

Chemikalien und Putzmittel gehören nicht in Saft- oder Wasserflaschen. Darauf weist das Giftinformationszentrum-Nord (Giz-Nord) in Göttingen in seiner jetzt veröffentlichten Jahresbilanz für das Jahr 2009 hin.

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Wird immer öfter angerufen: Das Giz-Nord in Göttingen.

Quelle: ddp

Das Umfüllen von Reinigungsmitteln oder anderen giftigen Substanzen in Lebensmittelbehälter sei die häufigste Ursache für Vergiftungen, sagte der Leiter des Giz, Dr. Herbert Desel. Gerade für Kinder könne dies schwere Folgen haben, wenn sie zum Beispiel aus einer Limonadenflasche trinken, in die ein Reinigungsmittel abgefüllt wurde.

Aus dem Tätigkeitsbericht der an der Göttinger Universitätsmedizin angesiedelten Beratungsstelle geht hervor, dass sich die Zahl der Anfragen gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Insgesamt hatten die Giftexperten im vergangenen Jahr 34 851 Anfragen zu bearbeiten, dies waren zehn Prozent mehr als im Jahr 2008. Die Göttinger Einrichtung ist die zentrale Giftinformationsstelle für die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Fast die Hälfte der Anfragen (46 Prozent) kam aus Niedersachsen, insgesamt waren es über 15 000. Aus Schleswig-Holstein und Hamburg kamen jeweils mehr als 4000 Anfragen. Die Göttinger Experten erhielten indes auch Anfragen aus allen anderen Bundesländern, mehr als 600 Anfragen kamen aus dem Ausland.

Insgesamt dokumentierten die Giftexperten des Giz mehr als 30 300 Vergiftungen, in 24 Fällen verliefen diese tödlich. 730 Betroffene erlitten eine schwere Vergiftung, fast 11 000 Patienten mussten stationär behandelt werden. Bei den Erwachsenen wurden die meisten Vergiftungen durch Arzneimittel verursacht, zweithäufigste Ursache waren chemische Produkte. In über 300 Fällen war die Vergiftung auf Drogen zurückzuführen. Die größten Gefahrenquellen für Kinder waren außer chemischen Produkten auch Arzneimittel und Pflanzen.
Die Göttinger Giftexperten registrierten außerdem über 380 Pilzvergiftungen. Daneben gab es auch seltene und ungewöhnliche Vergiftungen, beispielsweise durch exotische Gifttiere.

Die mit Abstand meisten Vergiftungsfälle ereigneten sich im Haushalt, insgesamt waren es fast 27 900. Mehr als 7600 Vergiftungen gab es am Arbeitsplatz, fast 250 im Krankenhaus. Die Göttinger Giftexperten wurden auch von Tierbesitzern konsultiert. 880 Beratungsfälle betrafen Tiervergiftungen, in knapp 50 Prozent der Fälle hatten sich Hunde eine Vergiftung zugezogen.

Das Giz-Nord ist rund um die Uhr unter Telefon 05 51 / 1 92 40 erreichbar.

pid

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