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Warnung vor Schornsteinfeger-„Schnäppchen“

Verbraucherzentrale Warnung vor Schornsteinfeger-„Schnäppchen“

Ab Januar 2013 ist das bislang streng geregelte Schornsteinfegerwesen liberalisiert. Künftig können sich die Bürger aussuchen, wen sie mit den gesetzlich vorgeschriebenen Mess-, Überprüfungs- und Kehrarbeiten beauftragen. Die Verbraucherzentrale warnt jedoch vor vermeintlichen „Schnäppchen“ und übereilten Vertragsabschlüssen.

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Quelle: Straubel

Göttingen. Die Liberalisierung hat ihren Preis, erklärt Dagmar Mai von der Göttinger Verbraucherzentrale: „Wie bei anderen Anbieterwechseln, beispielsweise im Bereich Energie, müssen nun auch bei Verträgen mit Schornsteinfegern die vertraglichen Konditionen genau geprüft werden.“ Immobilien-Eigentümer müssen nun damit rechnen, dass ihnen Schornsteinfegerleistungen auf neuen Wegen angeboten werden – zum Beispiel an der Haustür, per Telefon oder über das Internet.

Mai: „Es ist zudem zu befürchten, dass einige Anbieter, darunter auch schwarze Schafe, versuchen werden, Verbrauchern auf die Schnelle angebliche Schnäppchen anzudrehen.“ Dabei sollten die Verbraucher genau hinsehen: „Günstige Leistungen sind nicht automatisch schlecht, teure Leistungen nicht automatisch gut.“ Auf jeden Fall aber rät die Verbraucherzentrale von übereilten Abschlüssen an der Haustür oder am Telefon ab. Eigentümer sollten sich zuerst einmal informieren, welche Verpflichtungen ihnen auferlegt sind.

Diese Pflichten, erläutert Mai, sind in der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) geregelt, die im Internet eingesehen und heruntergeladen werden können (gesetze-im-internet.de/bundesrecht/k_o/gesamt.pdf). Mai weiter: „Bei Vertragsabschlüssen sollte man darauf achten, dass sich die erforderlichen und gewünschten Leistungen konkret im Vertragstext wiederfinden und dass genau festgelegt ist, wie oft und wann sie zu erbringen sind.“ Insbesondere sollte auf folgende Vertragspositionen geachtet werden: Preis, Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen, Preisanpassungsklausel und Erreichbarkeit. Auf Zahlungen per Vorauskasse sollte man sich nicht einlassen.

Mit der Liberalisierung, sagt Mai, seien die strengen Regeln für den Schornsteinfeger-Beruf weggefallen: „Da sich nunmehr auch nicht ausreichend qualifizierte Personen auf dem Markt tummeln können, sollte man die Qualifikation des Anbieters hinterfragen.“ Zertifizierte Schornsteinfeger sind beim Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (schornsteinfeger.de) aufgelistet.

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