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Warum der ICE an Göttingen vorbeigerauscht ist

„Zug wird nicht automatisch gestoppt“ Warum der ICE an Göttingen vorbeigerauscht ist

Die Nachricht, dass am Mittwochabend ein ICE ohne den planmäßigen Halt am Göttinger Bahnhof vorbeigefahren ist, hat für großes Aufsehen gesorgt. So diskutierten zum Beispiel auf der Facebook-Seite des Tageblatts viele Nutzer darüber, wie es passieren kann, dass ein Lokführer – wie in diesem Fall – vergisst, zu stoppen.

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Quelle: Hinzmann (Symbolbild)

Göttingen. Er gehe davon aus, dass der Lokführer auf seinem Fahrplan den Halt Göttingen schlichtweg übersehen habe, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage. Das komme ausgesprochen selten vor.

Hätte der Zug dann nicht automatisch gestoppt werden müssen? Auch wenn Züge halten sollten, stünden die Signale in der Regel auf Grün, erklärte der Bahnsprecher weiter. „Der Zug wird in solchen Fällen nicht automatisch gestoppt.“

Der Lokführer hätte lediglich die Möglichkeit gehabt, die Notbremse zu ziehen. „Das hilft aber nicht, dann stünde der Zug wegen des langen Bremswegs auf freier Strecke.“ Der Zugfahrer hätte den ICE dann zwar zurücksetzen können.

Zwischenstopp unmöglich

„Das ist aber nicht so einfach wie bei einem Auto“, sagte der Bahnsprecher. „Das Zurücksetzen eines Zuges kostet viel Zeit.“ Daher sei es richtig gewesen, bis zum nächsten planmäßigen Halt in Hannover weiterzufahren.

Ein Zwischenstopp an einem näher gelegenen Bahnhof sei wegen der Länge des Zuges nicht möglich gewesen.

Das hatte zur Folge, dass etwa 40 Fahrgäste, die eigentlich in Göttingen aussteigen wollten, mit dem nächsten Zug aus Hannover zurückgefahren werden mussten. Mit knapp eineinhalbstündiger Verspätung seien sie an ihrem Zielort eingetroffen, sagte der Bahnsprecher.

Nicht einfach zur Tagesordnung über

Etwa 30 Fahrgäste, die in Göttingen eigentlich zusteigen wollten, mussten auf spätere Züge ausweichen und je nach Fahrtziel Verspätungen bis zu einer Stunde hinnehmen.

Welche Konsequenzen der Vorfall für den Lokführer hat, konnte der Bahnsprecher nicht sagen. Es werde in jedem Fall ein Gespräch mit ihm geführt. „Man geht also jetzt nicht einfach zur Tagesordnung über.“

Zuletzt war ein ICE im Dezember 2008 am Göttinger Bahnhof vorbeigerauscht. Damals legte der Lokführer einen unplanmäßigen Zwischenhalt in Northeim ein.

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Der Lokführer vergisst in Göttingen anzuhalten. Reisende warten vergeblich auf Einstieg in ICE.

Ein ICE ist Mittwochabend am Göttinger Bahnhof vorbeigerast, ohne zu halten. Das bestätigte ein Bahnsprecher gegenüber dem Tageblatt. Um 18.54 Uhr war der Halt des ICE 584 von München nach Lübeck in Göttingen geplant, stattdessen fuhr der Zug einfach weiter und stoppte erst planmäßig in Hannover.

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