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Was Göttinger Studenten vom neuen Internetdienst Bib-Flirt halten

In Mensa und Bibliothek Was Göttinger Studenten vom neuen Internetdienst Bib-Flirt halten

„Für mehr Liebe am Campus“ will sich „Bib-Flirt“, ein neuer Online-Dienst, an deutschen Universitäten einsetzen. „Egal ob in der Bibliothek, der Vorlesung oder Mensa. Wenn es jemanden gibt, von dem du einfach nicht die Augen lassen kannst, hinterlasse hier anonym deine Flirtnachricht“, heißt es auf der Internetseite bibflirt.de. Was halten Göttinger Studenten von dem neuen Internet-Angebot?

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„Super“: So finden die BWL-Studenten Sonja und Moritz die Flirtseite.

Quelle: PTF

Göttingen.  Dort heißt es dann zum Beispiel: „Du hast heute im quali-Hörsaal so süß geniest, dass du mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehst. Komischerweise bist du mir vorher nie aufgefallen, doch ich würde dich trotzdem gern kennenlernen. Ach übrigens: Gesundheit“.

Verbreitet wir ein Lauffeuer

Gerade einige Wochen ist die Seite für Flirtwillige am Start und hat sich doch schon wie ein Lauffeuer unter Göttinger Studenten verbreitet: Fast jeder kennt das Angebot, viele sprechen darüber. Über 70 Unis seien schon mit dabei, und eine Million Studenten habe man schon erreicht, heißt es auf bib-flirt.de. Kostenlos und ohne Anmeldung funktionieren die Seiten, die sechs Heidelberger Studenten initiiert haben und die via Internet, Facebook und auch als Android-App nutzbar sind. Die Flirtnachrichten werden auf der Original Bib-Flirt-Seite, der Facebook-Seite und den Facebook-„Spotted“-Seiten der jeweiligen Uni anonym veröffentlicht. Das Neue im Gegensatz zu den „Spotted“-Seiten, auf denen man um Informationen zu einer Person der Begierde bittet, ist, dass ein direkter Kontakt zwischen dem Absender einer Nachricht und der Person von Interesse entstehen kann.

 „Ganz amüsant, ich habe es aber noch nicht ausprobiert“, sagt Agrarstudent Max (21). Es sei aber eine nette Ablenkung beim Lernen. „Eigentlich ganz süß, wenn man direkt angeschrieben wird und sich erkennt“, sagt die 20-jährige Agrarstudentin Karlotta. Es sei ja die „Peinlichkeit des Tages“, wenn man zu einer Person hingehen würde und dann einen Korb bekäme. Deshalb sei die Möglichkeit anonymer Nachrichten gut. „Super“ findet BWL-Student Moritz (22) die Seite.

Amina (links) und Büsra.

Quelle:

„Wir lieben es“

„Wenn sich darüber Leute kennenlernen, ist es eine gute Sache. Ich würde es zum Spaß mal ausprobieren“, sagt er. „Wir lieben es“, berichten Amina (20) und Büsra (19), beide Sozialwissenschaftsstudentinnen. „Es ist halt witzig. Wir würden es aber nie nutzen.“ Irgendwie „creepy“ findet es die 18-jährige Lehramtsstudentin Annika, „wenn man liest, dass man von einer anderen Person schon über Tage beobachtet wurde“.

Fast alle trauen den Nachrichten nicht so recht. „Man weiß nie, ob es ernst gemeint ist, ob man verarscht wird“, sagt Amina (20). „Vielleicht ist nicht alles echt, oft tragen Freunde für einen etwas ein“, vermutet Agrarstudentin Christina (22).

Gerade die Kommentare stören offenbar viele. Sie seien „oft gemein“, sagt Christina (22). Und „dass man sich über die lustig macht, die es nutzen, ist nicht so hilfreich“, bestätigt auch eine 26-jährige Medizinstudentin.

Sogenannte Verspotted-Seiten

Viele Studenten bevorzugen deshalb immer noch den klassischen direkten Weg der Kontaktaufnahme, wie Biologiestudent Richard (25), Mathe-Student Jan (22) und Agrarwissenschaftsstudentin Marie (24). „Ich würde eher versuchen, Leute auf Partys anzusprechen“, sagt sie. Und es gibt auch schon einen Gegentrend zu Bib-Flirt: Die sogenannten Verspotted-Seiten der jeweiligen Uni-Städte, auf denen sich unter anderem über Spotted-User lustig gemacht wird.

bibflirt.de

Von Tabea Fehl

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