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Was vom Hotelgast übrig bleibt… Getrübte Gastfreuden

Ein Beispiel

Getrübte Gastfreuden

Der Hotelaufenthalt war angenehm, der Abschied von der Chefin des kleinen Gastbetriebes in Süddeutschland herzlich. Deshalb hielt sich der Schreck in Grenzen, als zu Hause auffiel, dass man das teure Spezialschlafkissen im Hotelbett vergessen hatte. Kurzer Anruf, schnelle Bestätigung, dass es gefunden wurde, Zusage, dass es geschickt würde, und das Versprechen, dass Kosten natürlich erstattet würden.

Ganze Schrankzeile für Fundsachen: Christine Dehner vom Hotel Freizeit In mit von Gästen vergessenen Badelatschen.

© Heller

Dann tat sich 14 Tage nichts. Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, der Chef sehe nicht ein, dass er die Kosten der Zusendung tragen solle. Man solle erstmal Briefmarken schicken. Eine halbe Stunde später ruft der Hotelinhaber selber an und motzt, was er denn mit Briefmarken solle. Und überhaupt sei es eine Zumutung, dass man nachgesendet haben wolle, was man doch selber vergessen habe. Man solle es gefälligst abholen.

Auf den Einwand, dass das 800 Kilometer Autofahrt sind, kündigt er widerwillig die Zusendung „unfrei“ an. Weil sich das die Post mit aktuell 15 Euro bezahlen lässt, bietet man erneut die Überweisung der Kosten an. Zehn Euro verlangt der Hotelier schließlich – vorab. Am Ende kommt das Kissen an – im gebrauchten Eierkarton, ohne jeden Gruß.

Von Jürgen Gückel

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