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Weihnachtseinkauf: Auf Ansturm vorbereitet

Tageblatt-Umfrage Weihnachtseinkauf: Auf Ansturm vorbereitet

Andrang, Hektik, Ausverkäufe - für viele Geschäfte und Supermärkte wird der Heiligabend nochmal zum Kampftag. Zwischen Sonntag und den Weihnachtsfeiertagen nutzen viele Menschen den Montag, um letzte Einkäufe zu erledigen. "Das wird die Hölle", sagt die Chefin des Edeka-Marktes in der Holtenser Landstraße. Doch die meisten Geschäfte sind vorbereitet.

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Großeinkauf vor Weihnachten: Markus Schlupp und Sandra Rode haben sich erst im Laden inspirieren lassen.

Quelle: Heller

Göttingen. Die Knollen sind eingekellert: „Wir machen den Kartoffelsalat natürlich selbst“, versichert Merit Klausen aus Weende. Damit an Heiligabend darüber hinaus nichts schief läuft, hat sie Würstchen für Montag beim Schlachter vorbestellt. Denn Kartoffelsalat mit Würstchen ist bei Klausens an Heiligabend Pflicht. Oder besser: Tradition. Und am ersten Weihnachtstag gibt es „natürlich“ eine Gans. Ein Brauch, den viele Südniedersachsen an Weihnachten pflegen. Aber es werden weniger.

Hildegard und Albert Sell kochen heute Grünkohl – „mit Bregenwurst“, verrät der 86-Jährige. „Leider gibt es keinen frischen Kohl mehr“, bedauert seine Gattin beim Einkauf am Sonnabend und legt Tiefkühlpackungen in den Wagen. Am ersten Weihnachtstag gibt es bei Sells Gulasch. Die Einkäufe hat das betagte Paar schon etappenweise erledigt. Heiligabend müssen sie „hoffentlich“ nicht noch einmal los, sagt Hildegard Sell. Denn die Händler rechnen heute mit einem Ansturm auf ihre Geschäfte. Ein Verkaufs-Montag zwischen Wochenende und Festtagen – „das wird die Hölle“, vermutet Ute Hennecke, Chefin des Edeka-Marktes in der Holtenser Landstraße.

"SOS-Tage"

Aber ihr Team sei vorbereitet: „Alles was zwei Arme und zwei Beine hat, ist im Einsatz, die Fleischer schon ab 3.30 Uhr.“ Sie müssten Gänse braten und Fonduefleisch schneiden. An so einem Tag „wollen die Kunden volles Programm bei der Frischware“, sagt Hennecke. Für Bernd Szameitpreiks ist dieser und auch der Silvestermontag in einer Woche „ein ganz normaler Tag“.  Aber natürlich haben sich der Geschäftführer des Weender Real-Marktes und seine Mitarbeiter „vorbereitet und ausreichend Ware bestellt“. Diese beiden Montage seien vor allem „Food- und SOS-Tage“. Heißt: Lebensmittel sowie „Schlips, Oberhemd und Socken“ als Notgeschenk.

„Hektisch“ wird es auch in den Filialen der Bäckerei Hermann, prophezeit Stefan Hermann. Da sei gute Planung wichtig: Die Mitarbeiter hätten Urlaubssperre, das Personal habe er um ein Drittel aufgestockt und in der Backstube herrsche schon ab Sonntagnachmittag Betrieb: Baguettes zum Fondue und Berliner seien an diesen Tagen der Renner – erst Recht Silvester.

In der Kauflandfiliale in der City mussten im vergangenen Jahr vor den Festtagen zeitweise Kunden wegen Überfüllung vor der Tür warten. Vorsichtshalber sei auch in diesem Jahr ein Türsteher im Einsatz, bestätigt die Kaufland-Pressestelle. Der bereits für Sonnabend erwartete Ansturm in den Märkten blieb allerdings aus. Nur stoßweise gab es überall an den Kassen und Parkhäusern Staus.

Heiligabend-Gericht aus Polen

So voll wie der Einkaufswagen von Markus Schlupp und Sandra Rode aus Harste waren nur wenige Wagen. Allerdings soll ihr Einkauf auch bis Neujahr reichen. „Hoffentlich“, fügt Schlupp an. Für das Festtagsmenue mit vielen Gästen hat sich das Paar allerdings erst beim Einkauf „inspirieren lassen“. Ergebnis: Jägertopf und Süßkartoffel-Auflauf. Anni Hund aus Weende serviert „nur ein normales Abendbrot“. Aber am ersten Weihnachtstag gibt „wie immer Kaninchen aus eigener Zucht“. Auch Hans-Joachim Schlette isst traditionell: Kartoffelsalat und Würstchen – Schlesische für ihn selbst, Wiener für seine Frau. Grazyna Müller hat ihr Heiligabend-Gericht aus Polen mitgebracht und alles zeitig besorgt. Ihre aufwendigen Vorbereitungen beginnen schon am Sonntag: für zwölf verschiedene Speisen – alle vegetarisch.

Ihr Enkel Julian Szymczak freut sich eher auf den Gänsebraten am Tag darauf. Bei Andreas Koch gab es bis vor zwei Jahren an Heiligabend „natürlich Bockwurst mit Kartoffelsalat“. Eine „Familientradition“. Inzwischen seien die Kinder aber „groß“ und jetzt sitzt die Familie lieber „ganz gemütlich und lange“ um einen Tepanjaki-Grill herum, auf dem „viele kleine Sachen von Gemüse über  Fleisch bis Fisch“ gegart werden. Das sei vor allem einfach vorzubereiten.

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