Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Weihnachtsmarkt: Ärger um Holz vor den Hütten

Empörung beim Behindertenbeirat Weihnachtsmarkt: Ärger um Holz vor den Hütten

Alle Jahre wieder. Pünktlich um 16 Uhr am letzten Mittwoch im November wird der Göttinger Weihnachtsmarkt eröffnet. Gestern gab Bürgermeister Ulrich Holefleisch (Grüne) mit Gänseliesel Sophie Heinemann den Startschuss zu 30 Markttagen  rund um das Alte Rathaus und Johanniskirche. Musikalisch, auch das hat Tradition, begleitete der Kinderchor der Albanischule unter der Leitung von Cornelia Kreische die Eröffnung.

Voriger Artikel
In blinder Online-Liebe 230 000 Euro verloren
Nächster Artikel
Neue Anzeige, neue Fälle

Ärgernis oder Hingucker: Der neue Bodenbelag sorgt auch für Kritik.

Quelle: Vetter

Göttingen. Doch kaum ist der Göttinger Weihnachtsmarkt eröffnet, gibt es auch schon Ärger. Die Veranstalter haben erstmals weite Teile des Untergrunds rund um Gänseliesel und das Alte Rathaus sowie eine kleinere Fläche vor dem Glühweinstand an der Bushaltestelle Markt mit Holzhackschnitzeln bestreut.

„Es ist ein Test“, sagte Daniel Asmuß, Vorsitzender des Weihnachtsmarktvereins. Optisch mache das „einiges her“. Vorab habe man Ideen gesammelt, wie der Göttinger Weihnachtsmarkt attraktiver gestaltet werden könne. Das Auslegen der Holzschnitzel sei dann auf Initiative der Standbetreiber geschehen. Ähnliches gebe es etwa auf den Märkten in Hannover, Kassel oder Goslar, erklärte Asmuß.

Bei vielen Besuchern kam das gestern am Eröffnungstag an. „Sieht doch gut aus“, meinte etwa Vanessa Lorenz, die sich am Liesel den ersten Glühwein der Saison gönnte. Nicht so glücklich mit dem Schnitzelboden war eine Mutter, die mit ihrem Kinderwagen sichtlich Mühe hatte, die bestreute Fläche zu überqueren. Asmuß betont dabei, dass man gestern den neuen Bodenbelag noch mit einem Rollator getestet habe, ob dieser nicht hinderlich für Gehbehinderte sei.

Dieser Test ist aber offensichtlich gründlich schief gegangen. Der Göttinger Behindertenbeirat jedenfalls reagierte gestern empört auf das Vorgehen der Veranstalter des Weihnachtsmarktes. „Das geht gar nicht. Das ist eine Unverschämtheit“, sagte Carmen Franz, Vorsitzende des Behindertenbeirats, gegenüber dem Tageblatt.

Die Holzhackschnitzel auf dem Boden zwischen Glühwein- und Bratwurstbuden seien sehr wohl ein Problem, vor allem für Rollstuhlfahrer. Die würden durch die Schnitzel einer gefährlichen Rutschpartie ausgesetzt – „vor allem, wenn sie sich drehen wollen“, erklärte Franz. Doch auch für Rollatoren und gar Kinderwagen sei der Belag ungeeignet.

Sie sei „ganz schön empört“. Nicht nur über den neuen Bodenbelag, sondern auch darüber, dass niemand den Behindertenbeirat im Vorfeld informiert habe. Franz: „Allein das ist eine Katastrophe.“

Noch bis zum 30. Dezember bieten rund 80 Schausteller ihre weihnachtlichen Köstlichkeiten oder festliches Kunsthandwerk. Montags bis sonnabends ist der Markt ab 10 Uhr geöffnet, sonntags ab 11 Uhr. Er schließt täglich um 20.30 Uhr. Über die Weihnachtsfeiertage, 24. bis 26.

Dezember, bleibt er geschlossen. Neben den Marktangeboten gibt es in diesem Jahr auch wieder ein Kulturprogramm auf der Bühne an der Stadtbibliothek, in der Johannis-Kirche, mitten auf dem Weihnachtsmarktgelände sowie vor und im Alten Rathaus.

Von Andreas Fuhrmann und Michael Brakemeier

Weitere Infos auf goettinger-weihnachtsmarkt.de
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Verwaltung reagiert

Die Stadt rudert zurück. Gestern hat der Fachbereich Ordnung angeordnet, dass die Holzhackschnitzel, die für den Weihnachtsmarkt großflächig auf der Südseite des Marktplatzes verteilt worden sind (Tageblatt berichtete), zumindest zum Teil wieder verschwinden müssen. So sind die „Hauptwege“, wie Fachbereichsleiter Manfred Kuhlmann erläutert, geräumt worden. So sollte es allen möglich sein, sich ungehindert auf dem Markt zu bewegen.

mehr
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 9. bis 15. Dezember 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt