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Weihnachtspäckchen für Flüchtlingskinder

Feier in der Europa-Allee in Göttingen Weihnachtspäckchen für Flüchtlingskinder

Mehrere Tage lang haben Ahmad Dado und seine Freunde Geschenke gepackt. Dann verteilten sie diese beim Weihnachtsfest in der Flüchtlingsunterkunft Europa-Allee an die vielen Kinder.

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In der Unterkunft, die 350 Menschen Platz bietet, leben derzeit 116 Menschen aus zwölf Staaten - größtenteils Familien. 

Quelle: CRO

Göttingen. „Sie haben so viel Trauriges erlebt, wir möchten ihnen eine Freude machen“, erklärt Dado. Eigentlich hatte der Flüchtling aus Syrien Kindern in seiner Heimatstadt Aleppo helfen wollen. „Doch das erwies sich als nicht machbar“, bedauert er. So beschloss er mit fünf Freunden, in Göttingen aktiv zu werden. Auf einen öffentlichen Aufruf hin bekamen sie derart viele Spenden, dass ihnen der Hausmeister ihrer Unterkunft, Jens Ahlbrecht, beim Abholen der Gaben helfen musste.

Jede Menge Schokoladen-Nikoläuse und andere Süßigkeiten trafen ein. „Der Nikolaus ist als Baba Noel auch bei uns in Syrien bekannt“, erzählt Dado. Auch Knete, Spielzeugautos und Kuscheltiere hätten sie erhalten. So konnten sie für jedes der mehr als 60 Kinder ein persönlich adressiertes Geschenk packen. 290 weitere Pakete verteilten sie an Kinder in anderen Göttinger Flüchtlingsunterkünften.

„Vor dem Krieg haben Muslime und Christen in Syrien die religiösen Feste gemeinsam gefeiert“, berichtet Dado. Die Muslime hätten mit den Christen Ostern und Weihnachten, die Christen mit den Muslimen das Ramadan- und das Opferfest begangen. An diese Tradition wollten er und seine muslimischen Freunden in ihrer neuen Heimat Deutschland anknüpfen.

„Im Irak hatte ich zwei christliche Freunde“, erzählt Hamad Al-Sabagh, ein Turkmene aus Kirkuk. Einer lebe heute in Belgien, zu dem anderen habe er den Kontakt verloren, sagt der Flüchtling. Sie hätten ihn mit den christlichen Bräuchenvertraut gemacht. Seine Frau kochte für das internationale Büffet, das es beim Weihnachtsfest an der Europa-Allee gab, ein Reisgericht mit Lamm. „Ich habe Falafel gemacht“, sagt Mohammed Sheko, ein kurdischer Flüchtling aus Syrien. 

Zwei Lieder, „In der Weihnachtsbäckerei“ und „Der kleine Trommler“, hatte Vicki Bönninger von der gleichnamigen Musikschule in Rosdorf seit November mit Kindern der Unterkunft einstudiert. Die Lieder sangen sie beim Fest, das die Betreiberfirma Bonveno gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern vom Runden Tisch Europa-Allee organisierte. In derUnterkunft, die 350 Menschen Platz bietet, leben derzeit 116 Menschen aus zwölf Staaten. „Größenteils sind es Familien“, sagt Heimleiterin Mareike Thüne.

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