Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Weihnachtssterne wachsen auch im kalten Göttingen

Elliehäuser Gärtnerei züchtet noch selbst Weihnachtssterne wachsen auch im kalten Göttingen

In der Weihnachtszeit gehören sie schon irgendwie zum guten Ton – genauer gesagt zum guten Farbton. Weihnachtssterne schmücken derzeit mit ihren bunten Blättern viele Haushalte. Im Jahr 2012 gehörten sie nach Auskunft des niedersächsischen Landesbetriebs für Statistik mit 3,4 Millionen verkauften Pflanzen zu den beliebtesten Zimmerpflanzen im Bundesland. Nur Alpenveilchen (5,8 Millionen) und Chrysanthemen (5 Millionen) wurden häufiger verkauft als Weihnachtssterne.

Voriger Artikel
Warnung vor glatten Straßen
Nächster Artikel
Klassischer Zirkus trifft modernes Varieté

Klassiker zum Fest: Die Gärtnerei Marx in Elliehausen hat dieses Jahr rund 1000 Weihnachtssterne gezogen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Dabei sind die giftigen Wolfsmilchgewächse nicht leicht zu züchten. Als sogenannte Kurztagspflanzen blühen Weihnachtssterne nur dann, wenn sie nicht mehr als zwölf Stunden Lichteinfall erhalten. Zudem benötigen sie viel Wärme. Um die 20 Grad Celsius muss die Umgebungstemperatur betragen.

Aus diesem Grund macht der Bund für Umwelt und Naturschutz darauf aufmerksam, dass die Zucht und Produktion von Weihnachtssternen sehr energiebedürftig sei – vor allem durch die vermehrte Nachfrage in kalten Monaten, in denen die Gewächshäuser extra beheizt werden müssten. Hinzu komme, dass einige Pflanzen oder deren Setzlinge erst eine lange Reise überstehen müssen, bis sie im Gewächshaus einer Gärtnerei erblühen können.

Diesem umweltschädlichen Transport geht die Gärtnerei Marx in Elliehausen aus dem Weg. In diesem Jahr wurden dort um die 1000 Weihnachtssterne eigenständig gezogen. „Soweit ich weiß, sind wir eine der wenigen Gärtnereien, die hier in der Region Weihnachtssterne gezüchtet haben. Andere lassen sich von Großhändlern beliefern“, sagt Michael Marx, der Inhaber der Gärtnerei.

„Für viele lohnt sich die Produktion nicht, weil die Kosten für die Zucht viel zu hoch sind. Mit einem guten Energieschirm der Gewächshäuser und einer passenden Computersteuerung konnten wir aber ein akzeptables Ergebnis erzielen.“  Zudem seien selbst gezogene Weihnachtssterne haltbarer. Die Überführung vom Züchtungsunternehmen zur Gärtnerei und die damit verbundene Kältegefahr für den empfindlichen Weihnachtsstern blieben aus. Lediglich den Transport von der Gärtnerei in das eigene Wohnzimmer müssten die Pflanzen noch überstehen.

Wenn doch die Produktion so schwierig ist: Warum hat Marx die an Weihnachten beliebte Zimmerpflanze dennoch selbst gezogen? „Ich muss zugeben, dass ich es auch ein wenig für mein Ego getan habe.“ Noch ein Tipp aus der Gärtnerei: Weihnachtssterne lieben Wärme, eine gleichbleibende Feuchtigkeit und vertragen keine Zugluft.

Von Friedrich Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Größte Schau der Welt

Eichsfelder Kleintierzüchter sind auf Titeljagd. Nicht nur preisgekrönte Kanarienvögel und Kaninchen wachsen in der Region heran, auch regionale Rassegeflügel-Züchter haben jetzt mit ihren Zucht-Ergebnissen auf dem Treppchen gestanden.

mehr
Anzeigenspezial
Die schönsten Schneebilder unserer Leser
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt