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Welttag des Radios: Klassische Geräte immer noch beliebt

Ratgeber und Unterhalter Welttag des Radios: Klassische Geräte immer noch beliebt

Ob Zuhause in Küche oder Bad, während der Fahrt im Auto oder unterwegs über das Smartphone: Das Radio begegnet uns in unserem Alltag an den unterschiedlichsten Stellen. Heute ist Welttag des Radios. Aufgrund der großen Bedeutung hat die Unesco den 13. Februar zum Welttag des Radios erklärt. Seit 2012 gibt es diesen Ehrentag.

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Radio-Experten: Michael Bernhard (links) und Sven Lübke von Radio Fäth mit verschiedenen Modellen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das Radio versorgt uns zu jeder Zeit mit den wichtigsten Nachrichten und hält uns über Verkehrsmeldungen auf dem Laufenden. Es bietet auch heute noch einen einfachen Zugang zu neuer Musik, obwohl heute kaum noch jemand vor dem Kassettenrekorder sitzt und seine Lieblingsmusik auf Band aufnimmt.

Auch wenn es sich mehr und mehr zum „Nebenbei-Medium“ entwickelt, ist das Radio noch lange nicht vom Aussterben bedroht: Laut der Media-Analyse 2013 hören in Deutschland täglich mehr als 54 Millionen Menschen Radio. Trotz der veränderten Medienlandschaft mit Internet-Radio und Livestream hört die überwiegende Mehrheit immer noch über klassische Empfangsgeräte oder im Auto.

Die Nachfrage bei Göttinger Elektronikhändlern ist weiterhin groß. „Wir verkaufen an alle Altersklassen noch viele Radios. Oft werden aber Kombinationen mit integriertem CD-Player nachgefragt“, sagt Bianca Lüder vom Tronic-Markt. Auch bei Radio Fäth werden noch viele klassische Empfänger verkauft. „Im Trend liegen zurzeit Radios, die speziell für Küche oder Bad geeignet sind“, berichtet Mitarbeiter Sven Lübke.

"Wichtige Aspekte auch kritisch kommentieren"

„Radio hört keineswegs nur die ältere Generation“, sagt Christian Röther vom Stadtradio Göttingen. „Einer Studie zufolge haben wir eine sehr junge Hörerschaft. Etwa ein Viertel schaltet regelmäßig ein. Unseren Hörern ist besonders wichtig, dass wir Themen haben, die in anderen Medien keinen Platz finden“, so Röther. „Außerdem sollen wir wichtige Aspekte auch kritisch kommentieren.“

„Der durchschnittliche Hörer ist bei uns 39 Jahre alt“, berichtet Ina Tenz, Programmdirektorin von Radio ffn. Rund 2,5 Millionen Menschen hören täglich den Sender. „Am heutigen Welttag des Radios fordern wir unsere Zuhörer auf, uns ihre schönsten „ffn-Momente“ zu erzählen.  Radio-Empfang ist aber auch heute noch keine Selbstverständlichkeit: Fast eine Milliarde Menschen weltweit haben keinen Zugang.

Hören Sie Radio? Schicken Sie uns die schönsten Fotos von Ihren Radios daheim an lokales@goettinger-tageblatt.de
 
Im Bad und im Auto

„Wie und wo hören Sie Radio?“ Das wollte das Tageblatt von den Göttingern und Passanten im Kaufpark wissen. Besonders die ältere Generation hört sehr viel Radio und meist über ein herkömmliches Gerät.Auch Hella Hert (55) aus Göttingen: „Ich höre jeden Tag, immer wenn ich zu Hause bin, aber meistens über meinen Fernseher mit Satellitenempfang.“

H. Hert

H. Hert

Regina Wendler (59) aus Panketal in Brandenburg hört ebenfalls sehr viele Radio. „Ich benutze dazu nicht das Internet, sondern mein altes UKW-Radio.“

Ursula Jelden (81) aus Göttingen schaltet morgens gleich nach dem Aufstehen ein. „Ich höre vor allem NDR 1 oder den Deutschlandfunk. Nachrichten sind mir wichtiger als Musik.“

Daniela und Michael Drehbert (37 und 44) aus Göttingen hören vor allem im Auto oder im Urlaub. „Internet-Radio hören wir selten, da es oft nicht funktioniert. Unsere Lieblingssender sind ffn und Radio 21.“

Dino Rämke (25) aus Göttingen besitzt ein Badezimmer-Radio. „Ich höre dort auch die meiste Zeit. Mir ist die Musik wichtiger als Informationen.“

D. Rämke

D. Rämke

Hans-Peter Warnke (72) aus Hardegsen hört nur zu Hause. „Mir ist Musik nicht so wichtig. Ich höre meist NDR-Info wegen den Nachrichten.“

Von Sebastian von Hacht

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