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„Wenn man ausschenkt, muss man es auch essen“

„Keiner soll einsam sein“ „Wenn man ausschenkt, muss man es auch essen“

Ein Polaroid-Foto vom 5. November 1988 ist der Beweis dafür, dass Dietmar und Claudia Bauke, Heike Wiegand und Dieter Lautenbacher dabei waren, als die Erbsensuppe das erste Mal auf dem Göttinger Marktplatz ausgeschenkt wurde. 24 Jahre später sind sie immer noch dabei, wenn für die Tageblatt-Benefizaktion „Keiner soll einsam sein“ Suppe gekocht, verkauft und ausgegeben wird, um mit den Einnahmen soziale Einrichtungen zu unterstützen.

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Mund auf: Während Tochter Sophie Heinemann ausschenkt, genießen die Eltern des Gänseliesels, Marco und Michaela, ihre Suppe.

Quelle: Heller

„Damals hat die Bundeswehr an der Johanniskirche Suppe für ‚Keiner soll einsam sein’ ausgeschenkt. Wir wollten auch was Gutes tun und haben uns mit dem THW ab 1988 auch für diese Aktion engagiert“, erzählt Dietmar Bauke. Der Göttinger erinnert sich daran, dass es damals noch Musik von der Drehorgel gab, heute ist die Atmosphäre rund um das Gänseliesel von Gesprächen geprägt.

1300 Liter Erbsensuppe wurden am Sonnabend, 3. November, vor dem Rathaus verkauft und mehr als 5000 Euro eingenommen. ©Heller

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Seit drei Uhr am Sonnabendmorgen kocht das THW-Team Erbsensuppe. Um fünf Uhr waren bereits 700 Liter fertig. In einer der Feldküchen neben dem alten Rathaus werden soeben die letzten 180 Liter in Fässer gefüllt. Bevor das geschieht, greift Achim Thiele zu den Gewürzen. Dann noch einmal mit dem etwa ein Meter langen Rührstab umrühren. Schmerzen seine Arme noch nicht? „Nein, wir haben Übung.“

In den Anfangszeiten war das THW mit fünf Helfern vor Ort, heute sind es rund 30, die dafür sorgen, dass prominente Suppenschöpfer Erbsensuppe unter die Leute bringen können. Warum die Suppe in diesem Jahr besonders gut schmeckt, wissen die bekannten Persönlichkeiten aus eigener Erfahrung und werben mit geräuchertem Fleisch und Speck. „Wenn man es ausschenkt, muss man es auch essen“, sagt der ehemalige Göttinger Basketball-Nationalspieler Ulli Frank.

1300 Liter Erbsensuppe wurden am Sonnabend, 3. November, vor dem Rathaus verkauft und mehr als 5000 Euro eingenommen. ©Heller

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Seit 17 Jahren steht er regelmäßig am Ausschank und weiß, wie es geht: „Man darf die Suppe nicht nur von oben nehmen, sondern muss sie ordentlich durchrühren.“ Bringt das Fachwissen keinen Erfolg, und reihen sich die Suppenesser vor einem anderen Ausschank ein, dann wird eben versprochen, den Teller besonders voll zu machen. Wie viele Portionen über die Tische gegangen sind, ist daher rein spekulativ.

Die Vermutungen reichen von 1700 über 2600 bis hin zu 4000 Portionen. Fest steht: Es wurden 1300 Liter Erbsensuppe verkauft und mehr als 5000 Euro eingenommen. Ausnahmsweise blieb ein wenig Suppe über, wohl bedingt durch den am frühen Mittag einsetzenden Regen.

Noch einmal gibt es die Möglichkeit, eine oder auch gleich mehrere Portionen Erbsensuppe zu genießen – am Sonnabend, 17. November, im Göttinger Kaufpark.

Von Kristin Kunze

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"Keiner soll einsam sein"

Ab 10 Uhr werden die Kellen geschwungen: Göttinger Persönlichkeiten schenken im Kaufpark Erbsensuppe aus, die das Technische Hilfswerk gekocht hat. Am heutigen Sonnabend verkaufen die freiwilligen Helfer rund 500 Liter Suppe. Zu jeder Portion gibt es eine Extra-Wurst

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