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Wenn nichts mehr geht

Flughafen Wenn nichts mehr geht

Derzeit drohen die spanischen Fluglotsen mit Streik. Die Verbraucherzentrale Göttingen gibt Ratschläge, wie sich Fluggäste in dieser Situation verhalten sollten.
Mit dem Ausstand wird Mitte August gerechnet.

Verbraucher sollten umgehend mit den Luftfahrtunternehmen und Reiseveranstaltern Kontakt aufnehmen und klären, ob es Ersatzflugpläne gibt, die den ursprünglich geplanten Flug ermöglichen, rät Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale.

Bei Flugausfall können Reisende wählen, ob sie den vollständigen Ticketpreis zurück erstattet bekommen und nicht mehr fliegen oder mit einem Alternativflug den Urlaubs- oder Heimatort erreichen wollen, erläutert Körber. Im letzteren Fall hätten Verbraucher, die nur Flüge gebucht haben – und nicht Pauschalreisende sind – weiterhin einen Anspruch auf Übernahme der Hotelkosten.

Ein Anspruch auf Ausgleichszahlungen hingegen entfalle, weil es sich bei einem Fluglotsenstreik um „außergewöhnliche Umstände“ handele, aber, so Körber: „Alle Fluggäste müssen angemessen mit Mahlzeiten und Erfrischungen versorgt werden. Auch Telefonate sind zu gewährleisten.“ Für Pauschalreisende gelte, dass die Reiseveranstalter zunächst für eine Ersatzbeförderung sorgen müssten. Den Veranstaltern sei eine angemessene Frist von mehreren Stunden zu setzen. Körber weiter: „Können sie dies nicht organisieren oder zusichern, darf der Reisende kündigen. Eine Ersatzbeförderung, die wesentlich teurer ist als der gebuchte Flug, kann jedoch nicht verlangt werden. Wer erheblich verspätet, also mit mehr als vier Stunden, in die Ferien startet, kann fünf Prozent des Tagesreisepreises für jede weitere Verspätungsstunde vom Veranstalter zurückverlangen.“ Dies gelte aber nicht für den Anreise- und Abreisetag: „Diese sind keine Urlaubstage, die zu einer Reisepreisminderung berechtigen; es sei denn, die Nachtruhe wird erheblich beeinträchtigt und der Flug beispielsweise von 17 Uhr auf vier Uhr morgens verlegt.“

Eine Kündigung des Reisevertrages sei nur möglich, wenn der Urlaub durch den Streik erheblich beeinträchtigt werde, erklärt Körber. Dies betreffe in der Regel nur Kurz- und Wochenendausflügler oder wenn der Streik von längerer Dauer ist. Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude stehen den Verbrauchern im Falle des Fluglotsenstreiks nicht zu.

Reisende, die Probleme mit Fluggesellschaften haben, können sich an die Verbraucherzentrale Niedersachsen wenden und sich noch bis Ende September 2010 an der Online-Befragung „Sie haben Ihre Fluggastrechte in der Hand“ beteiligen. Die Umfrage steht im Internet unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/fluggastbefragung.

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