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Werra weiter Abwasserkanal

Salzeinleitung verlängert Werra weiter Abwasserkanal

Der Kasseler K+S-Konzern darf weiter Salzabwässer in die Werra einleiten. Das Regierungspräsidium Kassel verlängerte am Freitag dem Düngemittelhersteller eine Einleitgenehmigung bis Ende 2020. In drei Stufen sollen Abwassermengen und Grenzwerte verringert werden.

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Quelle: dpa/Zucchi

Kassel. Bis 2015 bleibt der heutige Wert von 2500 Milligramm Chlorid pro Liter bestehen. Danach wird die Genehmigung stufenweise bis 2020 auf 1700 Milligramm herabgesetzt.

Entsprechendes gelte für die Grenzwerte von Kalium (von 200 auf 150 Milligramm pro Liter) und Magnesium (von 340 auf 230 Milligramm pro Liter), erklärte die Behörde. Die Erlaubnis schreibe eine Fülle von Nebenbestimmungen sowie ein detailliertes Überwachungsmanagement vor.

Die Genehmigungsbehörde erwarte, „dass eine nachhaltige Entsorgungslösung so schnell wie möglich realisiert wird“, so Regierungspräsident Walter Lübcke.

Mit der Entscheidung werde zum einen die kontinuierliche Verbesserung des ökologischen Zustandes der Werra und Weser gewährleistet und zum anderen gebe es dem Unternehmen Investitions- und Planungssicherheit, um die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung in der Region zu erhalten.

Im Juni hatte die EU-Kommission ein Verfahren wegen Verletzung der Wasserrahmenrichtlinie gegen die Bundesrepublik eingeleitet. Strafzahlungen drohen.

Die Bundesregierung verweist auf Zuständigkeit der Bundesländer. Eine Klagemeinschaft von Anrainern, darunter der Landkreis Göttingen, kämpft schon seit Jahren gegen die Salzeinleitung. Der runde Tisch Werra/Weser schlug 2009 eine Laugenpipeline zur Weser vor.

Niedersachsen sperrt sich noch gegen den Plan. Im Juni 2012 genehmigte Hessen eine Rohrleitung von Neuhof nach Philippsthal zur Werra. Zurzeit fahren teilweise mehr als 120 Lastwagen täglich Salzlauge an die Werra.

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Einleitungspunkt in Oberweser

Der Kasseler Kali-Konzern K+S hat seine Planungen für eine umstrittene Laugen-Pipeline zur Oberweser am Dienstag bei einer Antragskonferenz im Regierungspräsidium Kassel vorgestellt. Untersucht werden Trassenvarianten westlich und östlich von Kassel. Ein Untersuchungskorridor führt auch durch die Landkreise Göttingen und Northeim.

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