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Windenergie: 80 Interessierte bei vierter Bürgerinformation in Göttingen

Informationsveranstaltung Windenergie: 80 Interessierte bei vierter Bürgerinformation in Göttingen

Zweifel an den Abständen zu den Siedlungen, Einwände wegen des Artenschutzes, Sorgen vor Lärm oder Beschattung: Auch bei der vierten Informationsveranstaltung zur Ausweisung von Standorten für Windrädern stellten Bürger das Verfahren in Frage. Zur Anhörung waren rund 80 Interessierte im Neuen Rathaus erschienen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Mit einem Flächennutzungsplan will sich die Stadt ein Steuerungsinstrument schaffen, „um zu verhindern, dass die privilegierten Anlagen überall gebaut werden können“, sagte Dinah Epperlein vom Fachdienst Klimaschutz und Energie. Zur Bürgerinformation im Ratssaal waren unter anderem Anwohner der Ortsteile gekommen, die an potentielle Windenergie-Flächen angrenzen: aus Geismar, Groß Ellerhausen / Hetjershausen und Weende.

Einwände gegen Abstände

Viele Einwände kamen zu den nach Bauplanungsrecht festgelegten Abständen: 1000 Meter zu vorhandenen oder geplanten Siedlungen, 500 Meter zu Häusern im sogenannten Außenbereich. Der schon bei den vorherigen Informationsveranstaltungen in den Ortsteilen mehrfach ins Spiel gebrachte Rotmilan als Ausschlussfaktor wurde hinterfragt: „Der Rotmilan gilt als Indikatorvogel, weil er durch die Rotoren besonders gefährdet ist“, berichtete Burkhard Uhlig , Leiter des Fachbereichs Planung, Bauordnung und Vermessung. Der Hinweis eines Bürgers aus Groß Ellershausen: „Wir wohnen im westeuropäischen Kranichzug. Das europäische Vogelschutz-Abkommen wendet sich gegen Maßnahmen, die die Vögel beeinträchtigen können.“

Großes Interesse äußerten Bürger über Hinweise der Planer, es werde geprüft, inwieweit Waldgebiete einbezogen werden könnten. „Das wird allerdings in Niedersachsen nur geprüft, wenn im Offenland nichts möglich ist“, erklärte Uhlig.

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In der Nähe von Sieboldshausen könnten in absehbarer Zeit bis zu elf Windkraftanlagen von 150 bis 200 Metern Höhe gebaut werden. Zuvor aber soll ein 140 Meter hoher Stahlgittermast die Windgeschwindigkeiten messen. Der Standort liegt zwischen Wartberg- und Mengershäuser Kreisel. Sieboldshausen liegt etwa 1400 Meter entfernt. Über die neuen Entwicklungen will die Verwaltung den Ortsrat Sieboldshausen am Mittwoch informieren.

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