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Windenergie-Votum im Ratsausschuss Hardegsen zurückgestellt

Windpotenzialstudie Windenergie-Votum im Ratsausschuss Hardegsen zurückgestellt

Südlich von Asche und im Norden von Hevensen sind auf Hardegser Gebiet Flächen, die sich für Windräder eignen. Das stellte Edeltraud von Helmolt im Hardegser Ratsausschuss für Stadtplanung und Bau als erstes Teilergebnis der Windpotenzialstudie dar.

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Um eine Verspargelung der Landschaft zu vermeiden, will auch Hardegsen Vorrangflächen ausweisen: Wo diese liegen sollen, soll zunächst in den Fraktionen beraten werden.

Quelle: Pförtner

Hardegsen. Mindestens fünf Anlagen hätten auf jedem der beiden Bereiche Platz, prognostizierte die Geschäftsführerin des Unternehmens für Standortmanagement, Projektmanagement und Projektentwicklung für erneuerbare Energien im Ausschuss vor rund 20 Zuhörern.

Ziel sei es, „mit großer Verantwortung der Schöpfung gegenüber“ eben diese Energien nach vorn zu bringen.

Auch weil eine dritte mögliche Fläche nah am Hardegser Stadtgebiet auf Gebiet des Fleckens Nörten-Hardenberg liegt, plädierten Planer wie Bürger dafür, eng mit den Nachbarn zusammenzuarbeiten.

Die Bürgermeisterin im Flecken, Astrid Klinkert-Kittel (parteilos), nahm als Gast an der Sitzung in Hardegsen teil.

„Wie gehe ich mit Wald um“

Nicht die Verspargelung der Landschaft, sondern kontrollierte und geplante Nutzung von Windkraft strebe die Stadt an, betonte Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos). Um die Errichtung von Einzelanlagen auszuschließen, sei ein gerichtsfester Flächennutzungsplan nötig, erklärte von Helmolt.

Tabuzonen seien alle bebauten Flächen. Drei Varianten setze das Unternehmen für den Abstand zu Siedlungsflächen: 1000 Meter, 700 oder 600 Meter. Zu beachten sei die Lärmbelastung. Ebenso dürfe von den Anlagen keine „optisch bedrängende Wirkung“ ausgehen.

Ausschlussflächen seien derzeit der Wald, Naturdenkmale und das Überschwemmungsgebiet der Leine. Bei Landschaftsschutzgebieten gelte es abzuwägen.

„Wie gehe ich mit Wald um“, fragte Dirk Schrader. Dass der Wald einen höheren Schutz genieße als der Mensch, konnte Hardegsens Bauamtsleiter nicht nachvollziehen.

Empfehlung nicht erteilt

Ohnehin sei damit zu rechnen, dass Waldgebiete innerhalb der nächsten zwei Jahre mit in die Planung einbezogen werden könnten, meinte Sjuts.

Für eine dezentrale Lösung plädierte Ratsherr Rainer Lutter (Grüne). Um Ängste in Verbindung mit der Windkraft abzubauen, sei es gut, einen Abstand von 1000 Metern zu den Ortschaften zu wählen.

Eine Empfehlung benötigt das Unternehmen von Helmolt Consult für die zweite Stufe der Planung. Die aber erteilte der Ausschuss nicht. Der Vorsitzende Henning Ropeter (CDU) stellte den Antrag, das Votum zurückzustellen.

Erst nach Beratung in den Fraktionen könnten die Politiker entscheiden, waren sich die Ausschussmitglieder einig.

Entscheidungsfindung weiter

Der Ortsbürgermeister von Asche, Walter Klinge, stellte in der Bürgerfragestunde klar, „dass wir in Asche keine Windenergie wünschen“. Das habe der Ortsrat einstimmig entschieden.

Die Entscheidungsfindung im Rat geht weiter. Mindestens 0,5 Prozent ihrer Gesamtfläche müsse eine Kommune für Windräder zur Verfügung stellen, so von Helmolt.

Am Dienstag, 28. Mai, um 15 Uhr tagt im Nörtener Rathaus der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Flecken zum Thema. Auch dort wird Edeltraud von Helmolt berichten.

Von Ute Lawrenz

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Da noch Abwägungen zu berücksichtigen sind, wiederholt die Samtgemeinde in der Bauausschuss- und Ratssitzung am heutigen Donnerstag die Abstimmung über die Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergie.

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